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Keine Einschränkung der Wegefreiheit im Nationalpark Hohe Tauern

SPÖ-Landtagsabgeordneter Karl Schmidlechner sah Rechte der Wanderer eingeschränkt. Karl Schmidlechner
SPÖ-Landtagsabgeordneter Karl Schmidlechner sah Rechte der Wanderer eingeschränkt.

Eine Verordnung für das "Wildnisgebiet Sulzbachtäler" im Nationalpark Hohe Tauern sorgte vor wenigen Tagen unter Alpinisten für Aufregung. Man befürchtete starke Einschränkungen beim Wandern und Bergsteigen. Nun sorgte ein klärendes Gespräch für Erleichterung. 

Die befürchtete Einschränkung der Wegefreiheit im Salzburger Anteil des Nationalparks Hohe Tauern wird nicht kommen. Das ist das Ergebnis einer Aussprache am Dienstag in Mittersill. Bergführer, Mineraliensammler und Alpinisten hatten aufgrund einzelner Formulierungen in der geplanten Sonderschutzgebietsverordnung eine massive Nutzungseinschränkung befürchtet.

Nationalpark Hohe Tauern: Verordnung sorgt für Aufregung unter Alpinisten

Konkret geht es um den Entwurf für die Verordnung für das "Wildnisgebiet Sulzbachtäler", der sich zurzeit in der Begutachtung befindet. Einige Textpassagen haben in den vergangenen Tagen für Aufregung in der Alpinistenszene gesorgt. Im Schutzgebiet sei jeder vorübergehende oder dauerhafte Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt, hieß es etwa. Vom Verbot ausgenommen seien u.a. "die herkömmliche Formen des Wanderns und Bergsteigens auf den hierfür bestehenden, markierten bzw. ausgewiesenen Wegen und Steigen sowie die Ausübung des Tourenskilaufes". In den Erläuterungen der einzelnen Bestimmungen ist zu lesen, dass "Wandern und Bergsteigen abseits der Pfade somit verboten ist". SPÖ-Landtagsabgeordneten Karl Schmidlechner sah starke Einschränkungen für Wanderer kommen.

Sonderschutzgebiet Sulzbachtäler: Wandern und Co bleiben erlaubt

Bei der heutigen Aussprache zwischen Nationalparkreferentin LHStv. Astrid Rössler (Grüne) und Vertretern der Alpinvereine und des Nationalparks wurde folgende Klarstellung einvernehmlich festgelegt: In dem künftigen Sonderschutzgebiet Sulzbachtäler sollen - gleich wie seit 1984 im gesamten Nationalpark - die herkömmlichen Formen des Bergsteigens, des Wanderns, des Tourenskilaufs und dergleichen erlaubt bleiben. Diese Formulierung umfasst sämtliche Aktivitäten des Sommer- und Winterbergsteigens einschließlich Klettern und Schneeschuhwandern. Ebenso wurde auch klargestellt, dass für die Instandhaltung und Markierung von bestehenden Wegen und Steigen keine Genehmigung erforderlich sein wird. Damit konnten aus Sicht der Beteiligten die aus der bisherigen Formulierung resultierenden Missverständnisse ausgeräumt werden.

(APA)

(Quelle: S24)

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