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Großeinsatz

Raftingboote kentern auf Salzach bei Lend

22 Touristen stürzen ins Wildwasser

Zwei Raftingboote sind am Mittwoch auf der Salzach bei Lend (Pinzgau) gekentert. Das löste einen Großeinsatz im Bereich zwischen Lend und Schwarzach/St. Veit (Pongau) aus. Das Gros der Insassen konnte sich ans Ufer retten oder wurde von den Einsatzkräften geborgen. Zwei Menschen wurden verletzt.

Lend, Schwarzach im Pongau, Sankt Veit im Pongau

Im Einsatz standen die Feuerwehren aus Schwarzach, St. Veit, St. Johann im Pongau, Lend, die Feuerwehr Zell am See sowie fünf Einsatzstellen der Wasserrettung, das Rote Kreuz und die Polizei Wie die Polizei am Abend berichtet, unternahmen heute Vormittag insgesamt 22 Touristen aus Belgien, Holland, Deutschland, Kroatien und Österreich eine Raftingtour mit entsprechender Ausrüstung auf der Salzach bei Lend.

Zwei von drei Booten kentern auf Salzach

Drei Boote mit je zwei Guides fuhren unmittelbar nacheinander von Taxenbach kommend, die zu diesem Zeitpunkt hochwasserführende Salzach flussabwärts, in Richtung Lend. Beim Durchfahren einer Stromschnelle kenterten gegen 12 Uhr die zwei der drei Boote. Die Insassen wurden allesamt herausgeschleudert und trieben flussabwärts in der Salzach.

FF Zell am See im Einsatz: Personenrettung mit Boot Lend

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zell am See am Mittwoch, 5. August 2020

Touristen treiben flussabwärts

Versuche der Guides, die Teilnehmer in die Boote zu retten, misslangen. Von Passanten wurde der Notruf abgesetzt. Die rasch eintreffende Wasserrettung konnte zunächst mehrere in der Salzach treibende Personen an das Ufer retten, so die Polizei weiter. Da zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass noch Personen in der hochwasserführenden Salzach treiben, wurden an mehreren Stellen der Salzach Einsatzkräfte zur Beobachtung postiert und zudem flog der Polizeihubschrauber den Einsatzort ab.

Schließlich wurden zwei Raftingteilnehmer mittels Rettungshubschrauber Martin 1 vom Ufer der Salzach mit Verletzungen unbestimmten Grades gerettet und in das Klinikum Schwarzach geflogen. Im Einsatz stand außerdem auch der Polizeihubschraber „Libelle“.

Die weiteren Raftingteilnehmer wurden mittels Taubergung aus der Salzach gerettet. Die Betroffenen mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.

Der Einsatzbereich lag zwischen Lend und Schwarzach/St. Veit. Das entspricht einer Länge von 16 Kilometern.

Anzeige gegen Raftingunternehmer

Der Pinzgauer Raftingunternehmer und alle eingesetzten Raftingguides werden der Staatsanwaltschaft Salzburg wegen fahrlässiger Gemeingefährdung sowie fahrlässiger Körperverletzung zur Anzeige gebracht.

Salzach nach Starkregen hoch

Der Abschnitt der Salzach zwischen Eschenau bei Zell am See (Pinzgau) und Schwarzach (Pongau) bietet Wildwasser im mittleren Schwierigkeitsgrad. Er gilt bei Rafting-Unternehmen als beliebte Strecke. Der Fluss führt nach den starken Regenfällen von Montag und Dienstag nach wie vor viel Wasser und Schlamm.

Insgesamt standen fünf Ortsstellen der Wasserrettung Pongau mit sieben Fahrzeugen und 35 Helfern im Einsatz.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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