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Mehr Sicherheit an Bahnübergängen durch Schranken?

An Bahnübergängen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, wie am Samstag in Mittersill (Pinzgau), bei dem eine Frau getötet wurde. Die Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen wird heiß diskutiert und die Sicherung durch Schranken gefordert. SALZBURG24 hat mit einem Eisenbahn-Sachverständigen über mögliche Verbesserungen gesprochen.

Ein 84-jährige Autofahrer übersah am Samstag die Ampelanlage bei der Pinzgaubahn in Mittersill. Für seine 80-jährige Mitfahrerin kam jede Hilfe zu spät. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen an Bahnübergängen, besonders die Kreuzung in Mittersill ist oft Schauplatz von solchen verheerenden Unfällen. Im Juli wurden sieben Urlauber bei einem Crash verletzt. Der ORF berichtete, dass die Pkw-Lenker in beiden Unfällen vermutlich von der Sonne geblendet worden seien. Wie ein Eisenbahn-Sachverständiger, der anonym bleiben möchte, bezweifelt das. Das Büro des Landesrates Hans Mayr (SBG) erklärte gegenüber SALZBURG24, dass die genaue Unfallursache geprüft wird. "Ich habe die Eisenbahnbehörde beauftragt, diese Kreuzung kritisch zu begutachten", sagt Mayr.

Besondere Vorsicht bei Eisenbahnkreuzungen

"Die Sicherheitsanforderungen sind bei der Eisenbahn um ein vielfaches höher als bei Autos", erklärt der Sachverständige weiter. Es werde ständig an der Verbesserung und den Sicherheitsstandards an den Bahnübergängen gearbeitet. Besonders bei Eisenbahnkreuzungen sind Autofahrer gefordert, achtsam zu sein und sich mit besonderer Vorsicht den Kreuzungen zu nähern. "Nüchtern betrachtet sind Autofahrer ein Gefahrenelement", so der Sachverständige, Autos und Eisenbahn könnten physikalisch gesehen nicht ungleicher sein. Züge sind um ein vielfaches schwerer und haben einen dementsprechend weiteren Bremsweg.

(Quelle: S24)

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