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Platz für den Notfall

Neues Frauenhaus in Saalfelden eröffnet

Fünf Wohnungen für schutzsuchende Frauen und Kinder

Das neue Frauenhaus Pinzgau in Saalfelden wurde am Freitag feierlich eröffnet. Künftig finden dort in fünf Wohnungen schutzsuchende Frauen und ihre Kinder eine vorübergehende Unterkunft.

Saalfelden am Steinernen Meer

Insgesamt wurden 1,5 Millionen Euro in das neue Frauenhaus Pinzgau investiert. „Land und EU haben hierfür die Kosten geteilt und investieren gemeinsam in die sichere Zukunft für Betroffene“, erklärte die ressortzuständige Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) am Freitag bei der offiziellen Eröffnung. „Die Beratungsstellen sind mit Gewalt gegen Frauen - sei es mit Worten oder Schlägen – leider tagtäglich konfrontiert. Um professionelle Hilfe zu gewährleisten, müssen wir ein Umfeld schaffen, wo nicht nur Beratung, sondern auch ein sicherer Wohnraum angeboten werden können. Diese Kombination ist besonders wichtig.“

Frauenhaus Pinzgau Eröffnung Land Salzburg/Melanie Hutter
Im Bild (v.l.): Landesrätin Andrea Klambauer mit Katrin Gruber, Leiterin des Frauenhaus Pinzgau und Karolina, der vor einigen Jahren im Frauenhaus geholfen wurde.

Das neue Frauenhaus Pinzgau im Überblick

  • Eigentümer: Land Salzburg
  • Betreiber: Verein Frauenhaus Pinzgau
  • Fünf abgeschlossene Wohneinheiten
  • Kein Heimcharakter, sondern Wohnungen für den Alltag
  • Moderne Sicherheitsausstattung
  • Eigener Gartenbereich
  • Zentrale Lage und gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr
  • Ausreichend Platz, um sich zurückzuziehen

 „Endlich genug Platz“         

„Wir freuen uns riesig über den Neubau, insbesondere über die schönen und großzügigen Wohnungen für die Frauen. Auch die Beratungs- und Büroräumlichkeiten sind hell und freundlich gestaltet. Wichtig bei unserem Konzept ist die enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei sowie die speziellen Sicherheitsvorkehrungen, um den bestmöglichen Schutz gewährleisten zu können“, so Katrin Gruber vom Verein Frauenhaus Pinzgau.

Gewalt an Frauen in Salzburg

Im Jahr 2021 wurden im Gewaltschutzzentrum Salzburg rund 1.580 Personen betreut. 856 Mal musste die Polizei ein Betretungsverbot aussprechen. In den Salzburger Schutzunterkünften in der Stadt und im Pinzgau fanden in den vergangenen Jahren durchschnittlich 140 Frauen Schutz. „Der Bedarf ist immer hoch, aber es gibt aktuell noch acht freie Plätze in Schutzwohnungen und im Frauenhaus Pinzgau stehen noch drei Einheiten frei. Wer einen Platz braucht, bekommt diesen auch“, berichtet Karoline Brandauer Leiterin des Referats „Frauen, Diversität, Chancengleichheit“ des Landes.

Klambauer: „Bitte nicht wegschauen!“

„Wir alle können etwas gegen Gewalt tun und müssen den Mut aufbringen uns dagegenzustellen. Das gelingt, indem wir schon beim kleinsten Anzeichen wie Herabwürdigungen oder Respektlosigkeit, aufzeigen, dass dies nicht in Ordnung ist“, betont Klambauer. „Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Opferschutzeinrichtungen funktioniert sehr gut und ich möchte mich ausdrücklich bei allen Beteiligten, wie dem Verein Frauenhaus Pinzgau oder dem Referat ‚Frauen – Diversität - Chancengleichheit‘ dafür bedanken“, so Klambauer.

Wichtige Notrufnummern

  • Im akuten Notfall der Polizeinotruf 133
  • Gewaltschutzzentrum: 0662-87 01 00
  • Schutzunterkünfte im Bundesland Salzburg: 0800 - 449921
  • Frauennotruf Salzburg: 0662-88 11 00
  • Männerberatung: 0720-70 44 00
(Quelle: SALZBURG24)

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