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Pinzgauer Projekt siegt bei Österreichischem Mobilitätspreis

Die Stadtgemeinde Zell am See (Pinzgau) ist der diesjährige Gesamtsieger des VCÖ-Mobilitätspreises Österreich. Auch die Universität Salzburg erhält eine Auszeichnung. Insgesamt wurden 321 Projekte und Konzepte eingereicht.

Zwölf weitere Projekte werden Dienstagabend in Wien ausgezeichnet, unter anderem DHL Express Austria für umweltfreundliche Logistik, Infineon für das betriebliche Mobilitätsmanagement am Standort Villach und der Verkehrsverbund Vorarlberg für ein neues Ticketsystem. Preise erhalten außerdem neben der Universität Salzburg auch die Stadtgemeinde Lienz, das Umweltbundesamt, die TU Wien, und ein Student der FH Joanneum Kapfenberg. 321 Projekte und Konzepte wurden 2018 beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht, der in Kooperation mit Verkehrs- und Umweltministerium sowie den ÖBB durchgeführt wird.

"Sonnengarten Limberg" überzeugt VCÖ-Jury

Gesamtsieger ist die Stadtgemeinde Zell am See mit dem Wohnprojekt "Sonnengarten Limberg". Diese umfasst 200 Wohnungen, wird 2019 fertiggestellt und setzt das Konzept kurzer Wege um. In der Siedlung gibt es unter anderem einen Kindergarten, ein Lebensmittelgeschäft und verschiedene Dienstleistungen. Die Anlage wird E-Carsharing und E-Fahrräder zum Ausleihen anbieten, ist optimal an das Radwegenetz angeschlossen und beim Einzug gibt es ein Infopaket mit Gutscheinen für den Öffentlichen Verkehr.

Die Universität Salzburg wird für das Forschungsprojekt GISMO, das die gesundheitlichen Effekte von Radfahren und Gehen am Arbeitsweg untersucht, ausgezeichnet.

Weitere Auszeichnungen bei VCÖ-Mobilitätspreis

Die Kategorie "Arbeitsweg" hat Infineon für das erfolgreiche Mobilitätsmanagement am Standort Villach gewonnen. Bis zu 800 Beschäftigte fahren mit dem Rad zur Arbeit, viele sind auf Öffentliche Verkehrsmittel oder auf Fahrgemeinschaften umgestiegen. DHL Express Austria wird für den Einsatz von elektrischen Transport-Fahrrädern für Zustelldienste in Wien ausgezeichnet, das Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung der TU-Wien für die Entwicklung eines Kompass, der es demenzkranken Menschen erleichtert nach Hause zu finden. Der Verkehrsverbund Vorarlberg erhält den Preis für das neue Ticketsystem FAIRTIQ, die Stadtgemeinde Lienz für das zukünftige Mobilitätszentrum. Hier wird der Bahnhof zu einem multimodalen Knotenpunkt mit umfassenden Carsharing- und Fahrrad-Sharing Angeboten umgebaut. Das Umweltbundesamt wird für das Projekt Transdanube.Pearls, das die klimaverträgliche Erreichbarkeit von Tourismus- und Freizeitzielen in der Donauregion verbessert, ausgezeichnet.

Die Kategorie Internationales gewinnt das deutsche Unternehmen RYTLE aus Bremen für ein klimaverträgliches City-Logistik-Modell. Dabei liefern Transport-Fahrräder von City-Hubs die Güter emissionsfrei zu den Kundinnen und Kunden. Weitere Preisträger sind Jürgen Sorger von der FH Joanneum Kapfenberg für ein Konzept zur Elektrifizierung von Nebenbahnen am Beispiel der Murtalbahn, der Verein "Radvokaten" für das Konzept eines Radspielplatzes für Kinder und als bestes digitales Projekt Philipp Naderer-Puiu für einen Seestadt-Bot.

(APA/S24)

Aufgerufen am 10.12.2018 um 06:22 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/pinzgauer-projekt-siegt-bei-oesterreichischem-mobilitaetspreis-60218995

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