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Prozess nach tödlichem Unfall in Aluminiumwerk Lend: Verfahren gegen neun Personen eingestellt

Prozess am Salzburger Landesgericht. APA/NEUMAYR/MMV
Prozess am Salzburger Landesgericht.

Im Prozess um den tödlichen Unfall vom 8. März 2012 im Salzburger Aluminiumwerk Lend (Pinzgau) hat es am Montagnachmittag eine Wende gegeben. Gegen neun Personen wurde das laufende Verfahren eingestellt, gegen die übrigen acht Beschuldigten geht der Prozess aber weiter.

Wie die Salzburger Nachrichten am Dienstag berichten, zog am Montagnachmittag die Staatsanwaltschaft den Strafantrag wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen gegen neun Beschuldigte zurück. Es handelt sich dem Bericht zufolge um jene neun handelsrechtlichen Geschäftsführer, die zwischen 2006 und 2012 die Geschicke des Unternehmens leiteten. Sie wurden daraufhin vom Gericht freigesprochen.

Weiterhin beschuldigt sind aber vier ehemals gewerberechtliche Geschäftsführer, der Staplerfahrer, eine Sicherheitsvertrauensperson, eine Sicherheitsfachkraft und das Unternehmen selbst. Am Mittwoch und Donnerstag hält das Gericht einen Lokalaugenschein im Aluminiumwerk Lend ab. Der Prozess unter der Leitung von Richterin Anna-Sophia Geisselhofer ist bis 8. Juli anberaumt.

Zwei Arbeiter in Aluminiumwerk Lend verunglückt

Bei dem Unglück starben ein 56-jähriger langjähriger Mitarbeiter, ein Schlosser aus dem Pongau, sowie ein 49-jähriger Leiharbeiter aus dem Lungau. Sie wollten offenbar einen Schaden in der Kammer begutachten. Ermittlungen ergaben, dass ein - nunmehr angeklagter - Arbeitskollege per Fernbedienung vermutlich irrtümlich die Schiebetür zu der Kammer geschlossen und den Heizvorgang gestartet hatte. Offenbar gab es keine Hinweise darüber, dass sich jemand in dem Raum aufhalten könnte.

(Quelle: S24)

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