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Pumpspeicherwerk Limberg II feierlich in Betrieb genommen

Nach fünf Jahren Bauzeit und der Investition von 405 Mio. Euro konnte das Pumpspeicherwerk Limberg II am Mittwoch in Betrieb genommen werden. Ab sofort liefert das Kraftwerk wertvolle Ausgleichs- und Regelenergie und erhöht die Ausnutzung von schlecht planbaren Energiequellen wie Sonne und Wind.

Die Geschichte der Wasserkraft aus Kaprun ist mit dem heutigen Tag um ein weiteres Kapitel reicher. Mit einem Festakt wurde das größtenteils unterirdisch liegende Pumpspeicherwerk Limberg II feierlich in Betrieb genommen.  

Limberg II zeigt Europas Energiezukunft

VERBUND-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber wies bei den Feierlichkeiten auf die Bedeutung derartiger Bauvorhaben hin: „Ganz Europa ringt um Erneuerbare Energien- mit dem Pumpspeicherkraftwerk Limberg II zeigen wir, wie Österreichs Beitrag für Europas Energiezukunft aussehen kann.“  

Limberg II: Modernste Wasserkraft-Technik

Karl Heinz Gruber, Vorstand der VERBUND Hydro Power AG, über die Leistungsfähigkeit des Kraftwerkes Limberg II: „Hier in Kaprun kommt modernste Wasserkraft-Technik zum Einsatz. Das Pumpspeicherwerk Limberg II nutzt die bestehenden Speicher und ergänzt die bestehenden Anlagen optimal. Mit dem heutigen Tag erhöht sich die Turbinenleistung von 353 MW auf 833 MW. Die Leistungsfähigkeit im Pumpbetrieb steigt von 130 MW auf 610 MW.“ Was moderne Wasserkrafttechnik zu leisten vermag, verdeutlicht Gruber an einem Beispiel: „Die beiden Turbinen bewältigen je Sekunde 144 m³ Wasser. Das entspricht etwa dem durchschnittlichen Abfluss der Salzach bei Golling. Alternativ ließen sich mit dieser Wassermenge je Sekunde 900 Badewannen füllen.“

Regionale Wertschöpfung

Auf die Bedeutung des Baus von Limberg II für die regionale Wertschöpfung wies Michael Amerer, kaufmännischer Vorstand der VERBUND Hydro Power AG, hin: „ Limberg II ist, noch vor dem Tauerntunnel, das größte Infrastrukturbauprojekt der vergangenen Jahre. Wir haben mehr als 400 Mio. Euro in Kaprun investiert. Zum Vergleich: Das Salzburger Tiefbauvolumen betrug im Jahr 2010 386 Millionen Euro. VERBUND hat in den Jahren des Baus rund 20 Prozent zum Tiefbauaufkommen Salzburgs beigetragen. Besonders dankbar sind wir für die gute Zusammenarbeit mit der heimischen Industrie und Wirtschaft. Wir können bei unseren Projekten rund 30 Prozent des Projektvolumens, im Fall von Limberg II rund 120 Mio. Euro, unmittelbar in der Projektregion vergeben. Für Kaprun und Salzburg sei gesagt, dass wir hier gerne weiter investieren wollen. Voraussetzung für den Bau von Limberg III ist jedoch der Lückenschluss im 380-kV-Ring.“
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 15.07.2019 um 08:51 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/pumpspeicherwerk-limberg-ii-feierlich-in-betrieb-genommen-59274085

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