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Rauriser Literaturtage 2012 eröffnet

Unter dem Motto „Die Erfindung der Wahrheit“ stehen die 42. Rauriser Literaturtage, die am Mittwochabend im Gasthof Grimming von Kulturreferent LH-Stv. David Brenner eröffnet wurden.

Brenner betonte in seiner Ansprache, dass "es gut organisierte und professionell abgewickelte Literaturfeste auch anderswo gibt. Doch es gibt etwas, das die Rauriser Literaturtage so besonders macht und aus der Fülle der international vergleichbaren Veranstaltungen heraushebt. Und das sind die große persönliche Wertschätzung und Gastfreundschaft, die den Autoren und ihrem Werk hier entgegengebracht werden sowie die profunde Sachkenntnis und vor allem liebevolle Hingabe, mit der das Programm Jahr für Jahr zusammengestellt wird.

Steinwendtner zum letzten Mal Intendantin der Rauriser Literaturtage

Bestimmende Kraft dahinter war in den vergangenen mehr als 20 Jahren die Intendantin der Rauriser Literaturtage, Brita Steinwendtner. Dafür gebührt ihr insbesondere heuer, bei den letzten Rauriser Literaturtagen unter ihrer Ägide, großer Dank und Anerkennung. Sie hat sich damit dauerhafte Verdienste um das Kulturland Salzburg und die Literatur erworben.“ Brita Steinwendtner übergibt die Leitung bekanntlich nach diesen Rauriser Literaturtagen 2012 an Ines Schütz und Manfred Doppelmayer, die das Literaturfest in Doppel-Intendanz in die Zukunft führen werden. In Rauris werde Jahr für Jahr „modellhaft gezeigt, wie bereichernd und beglückend es zugeht, wenn man die Bedeutung von Autorinnen und Autoren und ihren literarischen Werken nicht nur in Essays und bei Symposien diskutiere, sondern die Literaten tatsächlich in den Mittelpunkt stelle und ihnen mit Sachkenntnis, Herzenswärme und Gastfreundschaft begegne. Die Einkehr ins Raurisertal wirkt so stets wie eine Literatur-Kur, sie erneuert die Wahrnehmung, stimuliert die Gedanken und die Empfindsamkeit“, so Brenner weiter.

Rauriser Literaturpreis 2012 für Maja Haderlap

Bei der Eröffnungsfeier überreichte Kulturreferent Brenner den Rauriser Literaturpreis und den Rauriser Förderpreis Der mit 8.000 Euro dotierte Rauriser Literaturpreis ging heuer an die aus Kärnten stammende Autorin Maja Haderlap für ihren preisgekrönten Roman „Engel des Vergessens“, der 2011 im Verlag Wallstein in Göttingen erschien. Er wird damit für ein Buch verliehen, dem es in überzeugender Weise gelingt, Zeitgeschichte und Familienerzählung zu verbinden. In „Engel des Vergessens“ geht es über mehrere Generationen hinweg um das Geschick der slowenischsprachigen Volksgruppe in Kärnten. Maja Haderlap gilt als die bedeutendste lyrische Stimme unter den slowenisch schreibenden Österreicherinnen. Seit ihrem ersten Gedichtband aus dem Jahr 1983 hat sie sich im Bundesland Kärnten als eine der bemerkenswertesten Kräfte der Gegenwartsliteratur etabliert.

Elke Laznia erhielt Rauriser Förderpreis

Der mit 4.000 Euro dotierte, vom Land Salzburg und der Marktgemeinde Rauris getragene Rauriser Förderpreis geht in diesem Jahr an Elke Laznia für ihren Text „Blinde Fenster“.  Die 1974 in Klagenfurt geborene und seit 1994 in Salzburg lebende Autorin hatte sich gegen mehr als 40 Bewerber durchgesetzt und war von der Jury einstimmig zur Gewinnerin der Rauriser Literaturtage gekürt worden.
(Quelle: S24)

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