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Saalfelden punktet mit Bio-Essen in Kindergarten und Schule

Das Schulessen in Saalfelden ist laut Greenpeace vorbildlich (Symbolbild) APA/Bernd Weißbrod dpa/lsw
Das Schulessen in Saalfelden ist laut Greenpeace vorbildlich (Symbolbild)

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Qualität jenes Essens untersucht, das Schülern und Kindergartenkindern in ganz Österreich vorgesetzt wird. In Salzburg wurden die Stadt Salzburg, Saalfelden (Pinzgau) und Hallein (Tennengau) dazu befragt. In Salzburg, aber auch im Österreich-Vergleich, ist die Verpflegung in Saalfelden vorbildlich, erklärt Greenpeace. Regional gibt es aber große Unterschiede, bei der Qualität des Essens.

Die Qualität des Schul- und Kindergartenessens in Österreich ist laut einer Untersuchung von Greenpeace regional extrem verschieden."Manche Kinder bekommen regelmäßig regionales Bio-Essen mit viel gesundem Obst und Gemüse, anderen wird täglich industrielle Massenware unbekannter Herkunft vorgesetzt", sagte Sprecher Sebastian Theissing-Matei.

25 Städte und Orte in Österreich untersucht

Bei der Untersuchung wurde in 25 Städten und Ortschaften abgefragt, wie hoch der Anteil an biologischen Lebensmitteln ist, wie viel regionale Kost auf den Tellern landet und wie es um die Auswahl an fleischlosen Mahlzeiten steht. "Es hängt ganz entscheidend vom Wohnort ab, wie gut die eigenen Kinder in Schule und Kindergarten verpflegt werden. Die Unterschiede sind derzeit massiv", meinte Theissing-Matei.

Saalfelden punktet mit Bio und Regionalität

In Salzburg wurden Fragebogen an die drei bevölkerungsreichsten Gemeinden Saalfelden, Salzburg Stadt und Hallein verschickt. In Hallein hat man nicht an der Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis: Saalfelden ist österreichweit Vorreiter bei biologischen und regionalen Lebensmitteln. In Saalfelden kommen 60 Prozent der Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft und 90 Prozent aus Österreich. In der Landeshauptstadt stammen immerhin 65 Prozent des Essens aus Österreich. Die Stadt Salzburg erhält außerdem Lob für das Angebot an fleischlosen Mahlzeiten: In der Regel werden hier dreimal pro Woche fleischlose Gerichte angeboten.

Die Landeshauptstadt hat allerdings Aufholbedarf in Sachen Bio. 30 bis 40 Prozent beträgt dort derzeit der Anteil an biologischen Lebensmitteln in Schulen und Kindergärten.

Die Salzburger Ergebnisse im Detail. Foto: Screenshot/Greenpeace Salzburg24
Die Salzburger Ergebnisse im Detail. Foto: Screenshot/Greenpeace

Innsbruck auf letztem Platz

Die einzige Gemeinde, die im Greenpeace-Check in allen drei Kategorien - bio, regional und fleischlos - gut abschnitt, war Klosterneuburg in Niederösterreich. Schlusslichter über alle drei Bereiche waren Wels, Kapfenberg und Dornbirn. Unter den Landeshauptstädten landet Innsbruck auf dem letzten Platz.

Österreichweit ist Salzburg Fünfter. Foto: Screenshot/Greenpeace Salzburg24
Österreichweit ist Salzburg Fünfter. Foto: Screenshot/Greenpeace

Regional geht vor Bio bei Essen für Kinder

Besonders bei Bio-Kost müssen viele Gemeinden nachbessern, so Greenpeace. Nur fünf der 25 Gemeinden erreichen hier eine gute Bewertung, nämlich Saalfelden, Wolfsberg, Villach, Klosterneuburg und - als einzige Landeshauptstadt - Wien. In der Bundeshauptstadt sind in Schulen 40 Prozent des Essens biologisch, in Kindergärten sogar 50 Prozent.

Regionale Kost steht häufiger am Menüplan, 14 der 25 Gemeinden sind hier gut unterwegs. Am meisten regionale Lebensmittel, nämlich mindestens 90 Prozent, gibt es in den Kindergärten und Schulen Saalfeldens, Villachs und Klagenfurts. Die Kärntner Landeshauptstadt ist auch beim Angebot an fleischlosen Speisen Vorreiter.

Österreichweite Befragung zu Essen in Kindergärten und Schulen

Greenpeace hat von Juni bis September die drei bevölkerungsreichsten Gemeinden jedes Bundeslandes sowie die Bundeshauptstadt Wien zur Mittagsverpflegung in den öffentlichen Kindergärten und Schulen befragt und anschließend bewertet. Dieser Untersuchung war eine Greenpeace-Befragung der Bundesländer vorausgegangen, deren Ergebnisse vergangenen Mai in einem Bundesländer-Ranking veröffentlicht wurden. Wien landete damals auf Platz eins, gefolgt von Oberösterreich. Tirol und das Burgenland teilten sich den letzten Platz.

(APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 18.12.2018 um 04:38 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/saalfelden-punktet-mit-bio-essen-in-kindergarten-und-schule-60419656

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