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Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt nach Vorfall in Lamprechtshöhle

Sieben Urlauber wurden Anfang August in der Lamprechtshöhle eingeschlossen (Symbolbild). APA/Archiv
Sieben Urlauber wurden Anfang August in der Lamprechtshöhle eingeschlossen (Symbolbild).

Knapp drei Wochen nachdem sieben Urlauber wegen starker Regenfälle vier Stunden lang in der Lamprechtshöhle in St. Martin bei Lofer (Pinzgau) eingeschlossen worden sind, hat die Staatsanwaltschaft Salzburg nun ein Ermittlungsverfahren gegen die Betreiberin der Höhle eingeleitet.

Mediensprecher Robert Holzleitner bestätigte am Mittwoch gegenüber der APA einen Bericht auf ORF Salzburg.

Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung

"Wir haben Anfang der Woche den Bericht der Polizei bekommen, wo es um den Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung und der fahrlässigen Gemeingefährdung geht", sagte Holzleitner. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob das in der Höhle installierte Warnsystem ausreichend ist und die Betreiberin die Schauhöhle früher hätte schließen müssen. Dann entscheidet sich, ob Anklage erhoben wird.

Urlauber nach starkem Regen in Lamprechtshöhle eingeschlossen

Die Urlauber aus Deutschland und den Niederlanden - darunter zwei Kinder - waren am Nachmittag des 5. Augusts nach starken Regenfällen in der Schauhöhle eingeschlossen worden. Das Wasser war im Eingangsbereich plötzlich stark anstiegen. Ein Sechsjähriger hatte noch versucht ins Freie zu gelangen und wurde von den Wassermassen mitgerissen. Er konnte aber mit leichten Abschürfungen von den Helfern geborgen werden. Nachdem der Wasserstand wieder sank, konnten alle Eingeschlossenen von der Wasserrettung befreit werden. Sie waren laut Angaben des Rotem Kreuz wohlauf, aber leicht unterkühlt.

Mehrere Zwischenfälle in der Vergangenheit

Da es in der Lamprechtshöhle bei starken Regenfällen in der Vergangenheit bereits mehrfach zu ähnlichen Zwischenfällen kam, ist die Höhle mit einem Frühwarnsystem ausgestattet. Dieses schlägt Alarm, wenn der Wasserpegel in der Höhle gefährlich hoch wird. Wie die Betreiberin der Höhle zum ORF sagte, hätte das Warnsystem auch am 5. August rechtzeitig reagiert. Bis das Wasser einen gefährlich hohen Pegelstand entwickelt, hätten die Besucher 40 Minuten Zeit zum Höhlenausgang zu gehen. Doch am 5. August dürften die Wassermassen für diesen Zeitpolster zu groß gewesen sein.

(APA)

(Quelle: S24)

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