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Tödlicher Alpinunfall in Kaprun

Ein tschechisches Ehepaar verunglückte Montagabend in der Großglocknergruppe bei Kaprun. Die Bergrettung konnte den Mann bergen, seine Frau war zu dem Zeitpunkt bereits tot.

Die beiden Alpinisten dürften beim Abstieg vom Großen Wiesbachhorn (3.564 Meter) kurz oberhalb des Heinrich-Schwaiger-Hauses auf einem Schneefeld ausgerutscht und abgestürzt sein. Der Mann wurde bei einem schwierigen Rettungseinsatz schwer verletzt geborgen, für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Bergrettung Kaprun rettet Schwerverletzten

Der Schwerverletzte konnte gegen 20.00 Uhr selbst noch mit seinem Handy Alarm beim Roten Kreuz schlagen. Der in Zell am See stationierte Rettungshubschrauber Alpin Heli 6 startete umgehend, musste aber wegen starker Windböen und Turbulenzen die Bergung der Alpinisten abbrechen. 13 Mann der Bergrettung Kaprun und ein Arzt stiegen darauf zu den beiden Verunglückten auf. In einem schwierigen Einsatz mussten sie sich von einem Berggrat aus zunächst zu den beiden Tschechen abseilen.

Frau bei Bergung bereits tot

"Die Frau war zu diesem Zeitpunkt leider bereits tot. Den Mann haben wir dann gegen 1.00 Uhr gerade noch rechtzeitig vor einem starken Gewitter in das Heinrich-Schwaiger-Haus gerettet", berichtete Harald Etzer von der Bergrettung Kaprun der APA. Wegen seiner schweren Verletzungen habe sich der Arzt dann entschieden, den Mann nicht dem rund dreistündigen Transport hinunter zum Stausee auszusetzen, sondern ihn über Nacht zu stabilisieren und am Morgen mit dem Hubschrauber abzutransportieren. Er wurde sofort nach Sonnenaufgang bei besseren Wetterbedingungen an Bord genommen und ins Krankenhaus Zell am See geflogen. Ein Polizeihubschrauber barg später den Leichnam der Frau.

Paar stürzte über steile Felsflanke ab

"Das Paar war gut ausgestattet und hatte Steigeisen und Kletterausrüstung an. Die beiden dürften aber auf einem Schneefeld ausgerutscht sein", berichtete Etzer. In dem steilen Gelände stürzten die zwei dann über eine steile Felsflanke ab. "Wir haben zwar eine Reepschnur gefunden, unklar ist, ob die beiden aneinandergeseilt waren, als es zu dem Absturz kam." Die Identität der Toten wurde von der Polizei noch nicht bestätigt, weil die Angehörigen noch nicht verständigt worden sind. Offenbar dürfte es sich bei dem Mann und der Frau aber um ein Ehepaar handeln. Erst im Juni hatte es in Tirol zwei tödliche Bergunfälle gegeben, bei denen ein Mann und eine Frau beim Wandern auf Schneefeldern ausgerutscht und abgestürzt sind. (APA)
(Quelle: S24)

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