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UVP für Salzach-Kraftwerk Gries im Pinzgau gestartet

Mit der Realisierung des geplanten Salzach-Kraftwerks Gries (Gemeinde Bruck an der Glocknerstraße im Pinzgau) wird es nun ernst.

Der Antrag von Verbund und Salzburg AG, die das Vorhaben gemeinsam umsetzen wollen, ist am Freitag im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" kundgemacht worden und liegt im Zuge des Umweltverträglichkeits-Verfahrens ab kommendem Montag bis 9. Mai zur öffentlichen Einsichtnahme auf. Läuft alles nach Plan, könnte das Kraftwerk ab Mitte/Ende 2014 Strom erzeugen, so Verbund-Sprecher Wolfgang Syrowatka im Gespräch mit der APA.

In der Reihe der vorhandenen Salzach-Kraftwerke würde Gries eher zu den kleineren zählen, liegt es doch im Oberlauf des Flusses. Mit einer Leistung von 8,85 Megawatt soll es im Jahr rund 42 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugen, was dem Bedarf von rund 12.000 Haushalten entspricht. "21 GWh benötigt die Gemeinde Bruck, weitere 9 GWh Taxenbach, das heißt der Großteil des Stroms bleibt direkt in der Region", so Syrowatka.

Die Kosten für das Werk in Grieswerden sich nach Angaben des Verbund-Sprechers auf rund 60 Mio. Euro belaufen, wobei genauere Schätzungen erst nach Abschluss des Verfahrens möglich seien, wenn sämtliche Vorschriften und Auflagen auf dem Tisch liegen. Frühester Baubeginn wäre der Sommer 2012, eine Inbetriebnahme dann Mitte/Ende 2014.

Gries ist nicht das einzige Projekt, das Verbund und Salzburg AG an der Salzach noch planen. Bereits im Laufen sind auch die Verfahren für das Laufkraftwerk Stegenwald im Pongau. Dieses soll über eine Leistung von 14,5 MW verfügen und im Jahr 72 GWh Strom erzeugen. Die Kosten werden etwa 80 Mio. Euro betragen. Hier prüft derzeit der Umweltsenat in Wien, ob eine UVP notwendig ist.

Nicht weiter verfolgen wird der Verbund hingegen nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung die Pläne für ein weiteres Kraftwerk in Bruck/Glstr. "Im Gespräch" ist allerdings die untere Salzach, wo der Fluss die Grenze zu Deutschland bildet: Die Grenzkraftwerke GmbH (je 50 Prozent Verbund und E.ON) liebäugeln mit bis zu drei Kraftwerken im Freilassinger und Tittmoninger Becken. Laut Syrowatka gibt es hier aber noch keine konkreten Pläne.

Unumstritten sind die Vorhaben allesamt nicht: Die Grünen haben sowohl gegen Gries als auch Stegenwald schon lautstark protestiert, die Landesumweltanwaltschaft hat sich generell gegen eine weitere Verbauung der Salzach ausgesprochen, und auch verschiedene Naturschutzorganisationen haben ihr Nein schon deponiert. (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.08.2019 um 07:29 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/uvp-f252r-salzach-kraftwerk-gries-im-pinzgau-gestartet-59178772

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