Jetzt Live
Startseite Pinzgau
Pinzgau

Verkehrskonzept für den Pinzgau präsentiert

Im Bild (v.li.): Armin Mühlböck, Landesrat Hans Mayr, Franz Wenger, Bürgermeister von Taxenbach LMZ/Neumayr/Leo
Im Bild (v.li.): Armin Mühlböck, Landesrat Hans Mayr, Franz Wenger, Bürgermeister von Taxenbach

Um die Verkehrssituation im Pinzgau zu entschärfen, hat Verkehrslandesrat Hans Mayr am Montag bei einem Informationsgespräch in Zell am See für das laufende Jahr konkrete Maßnahmen angekündigt. Unter anderem wird die S-Bahnlinie 3 in den Pinzgau ausgebaut.

"Die Verbesserung des Angebots der S3 und der Ausbau des Kitzsteinhorn-Kreisverkehrs werden erste, rasch spürbare Verbesserungen für die Verkehrssituation im Pinzgau bringen", ist Mayr überzeugt.

Basis für die ersten Maßnahmen ist eine aktuelle Studie von Armin Mühlböck von der Universität Salzburg zu den Pendlerströmen der Erwerbstätigen sowie der Schüler im Pinzgau und in den Pinzgau. Sie dient als Grundlage für weitere Maßnahmen zum Ausbau des Schienenverkehrs und wurde vom Gemeindeverband Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Pinzgau unter Obmann Franz Wenger in Auftrag gegeben und aus dem Ressort von Landesrat Hans Mayr mitfinanziert.

Ausbau des Bahnverkehrs hat Priorität

Die Ergebnisse der Studie sprechen eine klare Sprache. Die nächsten Maßnahmen zur Verbesserung des Angebots im öffentlichen Verkehr sollen sich auf die Schiene konzentrieren. Die Ergebnisse bieten auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage zum Thema S-Bahn Pinzgau. Die Studie zeigt deutlich, dass das bestehende Bahn-Angebot im Pinzgau mit dem erfolgreichen Konzept der S3 verknüpft werden soll. Die bisher immer wieder diskutierte Variante einer eigenen Binnen S-Bahn-Pinzgau zwischen Saalfelden und Bruck-Fusch hat eine deutlich geringere Wirkung.

Saalfelden direkt an Linie S3 anbinden

Das neue Konzept sieht vor, dass der Pinzgau ab Saalfelden künftig direkt an die bestehende S3 angeknüpft wird. In der Gegenrichtung werden die von Freilassing über Salzburg, Golling und Schwarzach kommenden Züge direkt bis nach Saalfelden weitergeführt. Die Züge werden in allen Haltestellen stehenbleiben. So gibt es nicht nur im Pinzgau, sondern auch zwischen Pinzgau und Pongau neue lokale Reisemöglichkeiten mit der Bahn. Mit den neuen S-Bahn-Zügen gibt es pro Stunde mindestens eine Regionalbahnverbindung zwischen Schwarzach und Saalfelden. Die Gespräche mit den ÖBB über eine rasche Umsetzung laufen bereits. "Mein klares Ziel ist es, dass die Umsetzung des neuen Konzepts der Verlängerung der S3 bis nach Saalfelden mit dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2017 erfolgt", erklärte der Landesrat.

Neue Haltestelle Schüttdorf

Eine weitere Verbesserung würde der Bau einer neuen Haltestelle für den Zeller Ortsteil Schüttdorf bedeuten. Für die geeignetste  Positionierung dieser neuen Haltestellte (Sochor-Gelände, Porsche-Allee oder Tischlerhäusl) fehlen noch wichtige Entscheidungsgrundlagen. Als Basis für die Errichtung der neuen Haltestelle muss die Stadt Zell am See ein Nahverkehrs-, Erschließungs- und Mobilitätskonzept erarbeiten. Erst dann kann in Abstimmung mit den ÖBB und dem Land Salzburg über weitere Schritte entschieden werden.

Kitzsteinhorn-Kreisverkehr: Ausbau noch vor Sommer

Der Bereich vom Kreisverkehr Maximarkt bis zum Tunnelportal Schmittentunnel in Zell am See wurde im Herbst umfassend untersucht. Die Analyse ergab, dass aufgrund der Sperre der Bruckbergkreuzung ein Verlagerungsverkehr auf den Kitzsteinhorn-Kreisverkehr stattfand. Dieser hat die massiven Rückstauungen im vergangenen Sommer ausgelöst. Nun wurde die Kreuzung Bruckberg wieder geöffnet, der Kitzsteinhorn-Kreisverkehr an der B311 im Zeller Stadtteil Schüttdorf soll noch vor dem Sommer auf zwei Spuren ausgebaut werden. Die Vorarbeiten dazu laufen bereits, der Bau soll vor dem Sommerverkehr fertiggestellt sein. Als weitere Maßnahme ist die Entlastungsstraße Schüttdorf im Anschluss an das Hochwasserschutzprojekt geplant.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 06.12.2019 um 12:37 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/verkehrskonzept-fuer-den-pinzgau-praesentiert-55001599

Kommentare

Mehr zum Thema