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Opfer in kritischem Zustand

Tatwaffe von Zell am See sichergestellt

Weiterhin Großfahndung nach Mordversuch im Pinzgau

Zell am See, Schüsse APA/SCHARINGER
Der Tatort im Stadtzentrum von Zell am See.

Nach dem Mordversuch mitten im Stadtzentrum von Zell am See (Pinzgau) in der Nacht auf Mittwoch laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Das Opfer, ein 39-jähriger Wiener, befindet sich indes noch immer in kritischem Zustand. Ein Überblick über den aktuellen Stand der Ermittlungen.

Zell am See

In der Nacht auf Mittwoch wurde – wie berichtet – in der Franz-Josef-Straße in Zell am See mehrmals geschossen. Zeugen nahmen die Schüsse wahr und alarmierten die Polizei.

39-Jähriger in kritischem Zustand

Wie die Salzburger Nachrichten (SN) schreiben, hätten die Einsatzkräfte am Tatort zunächst nur Patronenhülsen und Blutspuren, aber kein Opfer gefunden. Offenbar war es dem Mann gelungen, während der Fahrt die Polizei anzurufen. Mittels einer Handypeilung konnte sein Standort ermittelt werden. Kurz darauf soll der Schwerverletzte neben einem Feldweg im Piesendorfer Ortsteil Aufhausen aufgefunden worden sein. Der Mann konnte offenbar erst gegen 5 Uhr in das Krankenhaus Zell am See gebracht werden. Das Rote Kreuz wurde allerdings bereits um kurz vor halb 3 Uhr früh alarmiert, wie eine Sprecherin gegenüber S24 angab. 

Der 39-Jährige erlitt mehrere Schussverletzungen. Er soll laut dem SN-Bericht vier Schusswunden im Bauch, in der Hand und im Oberschenkel aufgewiesen haben. Nach der Erstversorgung wurde er in ein anderes Krankenhaus geflogen und dort operiert. Er befindet sich derzeit in kritischem Zustand. Er konnte von den Ermittlern noch nicht zur Tat befragt werden.

Tatwaffe und Fahrzeug des Opfers werden untersucht

Am Tatort konnten die Beamten zahlreiche Spuren sichern, wie Polizeisprecherin Nina Laubichler gegenüber SALZBURG24 sagte. So wird etwa das Fahrzeug des Wieners kriminaltechnisch untersucht. Es weist mehrere Einschusslöcher auf. Auch eine mögliche Tatwaffe befindet sich in den Händen der Ermittler. Diese wird ebenfalls mit den sichergestellten Projektilen verglichen und kriminaltechnisch untersucht.

Befragung des Verdächtigen ohne Erkenntnisse

Die Befragung des kurz nach den Schüssen festgenommenen 30-jährigen Niederländers brachte laut Laubichler nur wenige Erkenntnisse. Er habe durchwegs "dürftige Angaben" gemacht. Er befindet sich derzeit im Polizeianhaltezentrum in der Stadt Salzburg, soll aber noch heute im Laufe des Tages in die Justizanstalt Salzburg überstellt werden.

Fahndung von Zell am See ausgedehnt

Von seinen mutmaßlichen Komplizen – nach ihnen wird seit gestern auf Hochtouren gefahndet – fehlt weiterhin jede Spur. Wurde am gestrigen Mittwoch zunächst noch im Pinzgau mit der Unterstützung der Spezialeinheit Cobra sowie Polizeihunden nach ihnen gesucht, sind die Ermittlungen inzwischen über Österreichs Landesgrenzen hinaus ausgedehnt. Nähere Details zur Fahndung sowie zu den möglichen Hintergründen der Tat wollte Laubichler aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

(Quelle: SALZBURG24)

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