Jetzt Live
Startseite Salzburg
600 Euro Schaden

39-Jähriger auf Paket-Betrug hereingefallen

Pinzgauer erfährt aus Medien von dreister Masche

Handy, Smartphone, SB Pixabay/CC0
Der 39-Jährige wurde Opfer einer aktuellen Betrugsmasche, bei der falsche Paketzustellungs-SMS verschickt werden. (SYMBOLBILD)

Auf die aktuelle Betrugsmasche mit Paket-SMS fiel ein Pinzgauer herein. 6.000 SMS wurden von einer heimlich installierten App ins Ausland verschickt.

Ein 39-jähriger Pinzgauer fiel laut Polizei der aktuellen Betrugsmasche mit Paketzustellungs-SMS zum Opfer, die derzeit auch in Salzburg die Runde macht.

6.000 SMS ins Ausland

Die SMS hatte der Mann vor einer Woche erhalten. Er klickte auf den Link und führte die Anweisungen aus, wobei eine App auf seinem Handy installiert wurde. In den Medien erfuhr der Mann in den Tagen darauf von der Betrugsmasche und kontrollierte daraufhin seine Handyrechnung. Knapp 6.000 SMS wurden durch die App ins Ausland verschickt. Durch den Betrug entstand ein Schaden von knapp 600 Euro.

(Quelle: SALZBURG24)

Betrug mit Paket-SMS in Salzburg angekommen

symb_Handy, symb_Smartphone, pixabay
(SYMBOLBILD)

Dubiose SMS machen derzeit auch in Salzburg die Runde: Darin steht, dass ein Paket von euch in einem Verteilzentrum sei, ihr es abholen sollt oder es ansonsten zurückgeschickt wird – sofern ihr nicht auf den Link in der Nachricht klickt. Doch tut das bloß nicht, denn hier handelt es sich um eine gefährliche Betrugsmasche.

Diese dreiste Masche verläuft immer nach dem gleichen Muster: Geschädigte erhalten von einer österreichischen Handynummer eine SMS, die besagt, dass ein bestelltes Paket in einem Verteilzentrum sei oder es die letzte Möglichkeit sei, das Päckchen abzuholen bevor es zurückgeschickt werde.

Vermeintliche SMS von DHL

Erstmals aufgetreten sein dürfte die Form der Cyberkriminalität laut "mimikama.at" im Jänner in Norddeutschland. Damals hat die Polizei schon vor betrügerischen SMS in Zusammenhang mit einem vermeintlichen Paketversand gewarnt. Demnach wird in Österreich DHL als vermeintlicher Absender angegeben, während in Deutschland vorgegaukelt wird, dass es sich um FedEx oder andere Paketdienstleister handle.

Kurz vor Pfingsten erhielten dann auch erste SALZBURG24-Leser solche dubiosen SMS. Und am Samstag warnte die Wiener Polizei via Twitter eindringlich vor dieser Betrugsmasche: Bloß nicht auf den kryptischen Link klicken, auf keine Forderungen eingehen und möglicherweise sogar die Telefonnummer blockieren. Weitere Details enthält die Warnung der Exekutive allerdings nicht.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat HIER weitere Hinweise zu den SMS und Präventionstipps veröffentlicht. 

Paket angekommen? Link nicht klicken!

Nach dem Klick auf den Link in der SMS wird man dazu aufgefordert die DHL-App herunterzuladen, um das Paket verfolgen zu können (Tracking) oder die "Zustellung zu akzeptieren". Dabei wurde die vermeintliche DHL-Homepage täuschend echt gefälscht. Die Experten von "futurezone.at" und "mimikama" warnen eindringlich davor, auf den Link zu klicken, denn dabei dürfte es sich um einen Trojaner handeln, der darauf spezialisiert ist, auf Smartphones die Zwei-Faktor-Authentifizierung auszuhebeln und persönliche Passwörter zu knacken.

Der Trojaner kann außerdem Bildschirminhalte abgreifen und die Benutzeroberflächen von Banking- und Krypto-Börsen-Apps imitieren. Zudem wird die Kontaktliste des Smartphones ausgelesen.

Fake-Nachrichten machen die Runde

Während "futurezone" darüber informiert, dass es sich bei den Fake-SMS vor allem um Nummern aus dem Netz von Magenta (0676) handle, berichteten S24-Leser von auch von 3-Nummern (0660), von denen diese betrügerischen Nachrichten ausgingen.

 

Ein paar sind Variationen von "Ihr Paket kommt an, verfolgen Sie es hier". Und dann gibt es noch SMS mit vielen Rechtschreibfehlern, wie: "Ihr paket wird zeute zum Absendyr zurückgesendet. Letzte Moglichkeit es abzuholen" oder "Ihr Paket wurde verschict. Bitte uberprufen und akleptieren Sie es."

Wie futurezone berichtet, wurden diese offensichtlichen Fehler vermutlich deswegen eingebaut, um Spam- und Scam-Filter zu überlisten – offenbar recht erfolgreich.

Aufgerufen am 22.09.2021 um 08:49 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgauer-faellt-auf-paket-sms-betrug-herein-104443840

Kommentare

Mehr zum Thema