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Piratenpartei in der Krise: Vorstände laufen davon

Viele Piraten verlassen das Mutterschiff. Piratenpartei Salzburg
Viele Piraten verlassen das Mutterschiff.

Die Salzburger Piratenpartei steckt in eine internen Krise. Einige Mitglieder, darunter drei Bundesvorstände, haben das Schiff verlassen.

„Ja es stimmt, drei Bundesvorstände, ein Mitglied des erweiterten Bundesvorstandes und eines der Bundesgeschäftsführung sind innerhalb der letzten zwei Wochen zurück getreten. Um jeden einzelnen ist es schade, da sie alle zu den konstruktiven lösungsorientierten Piraten gehört haben. Zum Teil sind sie auch nicht nur zurück getreten, sondern auch aus der Partei ausgetreten“, so die Piraten in einer Presseaussendung am Montag.

Piraten in der Krise

Die Piraten befanden sich in einer veritablen Krise, verursacht von einer kleinen Gruppe die eine Umfrage des damaligen Bundesvorstandes Stephan 'itc' Raab manipuliert hat. Das und der darauf folgende Eklat, nämlich zum Einen die Weigerung von einigen Personen sich zu melden, bzw. zu ihrer Tat zu stehen, und zum Anderen die Einstellung einiger weniger diese Manipulation wäre doch gar nicht so schlimm gewesen und sollte nicht weiter geahndet werden, führten zu den verständlichen, aber trotzdem destruktiven Entscheidungen.

"Persönlich habe ich Verständnis für die Enttäuschung von Raab und den anderen, aber deshalb zurück zu treten, oder gar die Partei zu verlassen halte ich für den völlig falschen Weg" sagt Wolfgang 'Wolf' Bauer, interimistischer Landesvorstand und Landesgeschäftsführer von Salzburg.

Zehn Fragen an Piraten

In Salzburg hat man von Anfang an einen pro aktiven und basisdemokratischen Weg in der Sache verfolgt. Eine Umfrage mit zehn Fragen wurde an die Mitglieder und Sympathisanten in Salzburg versandt. Die Landesorganisation Vorarlberg hat sich spontan an der Umfrage beteiligt. Diese konnte nun genau eine Woche lang beantwortet werden und seit heute liegen den Salzburgern und Vorarlbergern folgende Ergebnisse vor:

 Fast 50% aller stimmberechtigten Mitglieder beider Landesorganisationen haben an der Umfrage teilgenommen. 91,7% finden Manipulationen bei Umfragen sind zu verurteilen, nur 6,5% der Basis haben sich explizit für keine Konsequenzen ausgesprochen. „Zusammenfassend kann man sagen, dass fast 92% Manipulationen bei Umfragen grundsätzlich verurteilen und ca. 93% für Konsequenzen im aktuellen Fall sind. Die Basis in Salzburg und Vorarlberg hat also eine ganz klare Meinung zu der Sache und am Ende des Tages ist das eine Chance für die Piratenpartei zu zeigen, dass Basisdemokratie kein bloßes Lippenbekenntnis ist“ so Bauer.

(Quelle: S24)

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