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„Bundesregierung Short II“

So geht politische Satire aus Salzburg

Pongauer Jungautor (20) veröffentlicht zweites Buch

„Bundesregierung Short II“, so nennt der 20-jährige Jungautor Mario Gerstorfer aus dem Pongau sein neuestes Werk. Das 100-Seiten-Buch, das erst kürzlich erschienen ist, setzt sich satirisch mit den einzelnen Regierungsmitgliedern auseinander. Ein Mix aus wahren Begebenheiten und ganz viel Schmäh. Wir haben Mario zum Interview getroffen.

Wagrain

​Wenn Kanzler Sebastian Kurz zu Wastl Short wird und mit Rudolf Anschieber und Werner Kugel vor die Kamera tritt, dann ist das Satire – und titelt mit „Bundesregierung Short II“. Das Werk geht auf die Kappe des 20-jährigen Mario Gerstorfer aus Wagrain. Es ist bereits das zweite politisch-humoristische Buch des Pongauers, das im Selbstverlag erschienen ist (der erste Teil mit der türkis-blauen Regierung als Hauptakteurin erschien im Februar 2019).

„Seit drei Jahren setze ich mich intensiv mit dem Schreiben auseinander, politisch interessiert war ich schon immer. Das zu kombinieren war meine Herausforderung. Und als mir dann die Idee gekommen ist, jeden einzelnen Minister, jede Ministerin in Form eine Kurzgeschichte zu behandeln, bin ich es angegangen und hab es umgesetzt“, erzählt Gerstorfer beim Interview mit SALZBURG24 in einem Café in seiner Heimatgemeinde.

„Man muss nur genügend Zeitung lesen“

​Den Großteil des 100-Seiten-Buches hat Gerstorfer – er studiert übrigens Deutsch und Geschichte auf Lehramt in Wien – während des Corona-Shutdowns verfasst. Die Texte zu den einzelnen Regierungsmitgliedern und den drei Oppositions-Chefs waren relativ rasch geschrieben, erzählt der 20-Jährige. Und die Vorlagen dazu lieferten die Hauptakteure in der Regel selbst:  „Man muss eigentlich nur regelmäßig Zeitung lesen, da findet man schon genügend Material, das richtig amüsant ist“, grinst Gerstorfer.

Aber was darf Satire und wann geht sie zu weit? Der Jungautor hat dazu eine ganz klare Meinung: „Satire darf nicht persönlich untergriffig sein. Die Frisur oder die schiefe Nase interessieren mich nicht. Ich beschäftige mich mit dem Tun und Handeln der Politiker, nicht deren Äußerlichkeiten.“

Buch soll Interesse an Politik schaffen

Mit dem komödiantischen Blick auf die österreichische Bundesregierung will der Wagrainer ganz bewusst auch Menschen erreichen, die weniger an dem tagespolitischen Geschehen interessiert sind. „Ich wünsche mir sehr, dass die Politikverdrossenheit, wie sie vor allem auch bei den jungen Leuten zu spüren ist, endlich weniger wird“, sagt der 20-Jährige. Man müsse immer wieder hinterfragen: „Vertritt die Person, die man gewählt hat, tatsächlich die eigenen politischen Interessen?“ Die momentanen Entscheidungen der Politiker empfindet Gerstorfer als wesentlich für die Zukunft eines jeden Einzelnen und „unsere Zukunft sollten wir endlich wieder selbst in die Hand nehmen.“

Die Satire aus Salzburg sei nicht nur Salzburgern ans Herz gelegt. Zu bestellen ist das Buch unter anderem bei:

(Quelle: SALZBURG24)

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