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Bad Gastein

Bauprojekt schlittert in Großinsolvenz

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Das Landesgericht eröffnet ein Konkursverfahren (Symbolbild).

Das Landesgericht Salzburg hat am Montag für das Unternehmen "Projektmanagement Ferienpark Gastein GmbH", das mit dem Bau der "Ferienanlage Badbruck" bei Bad Gastein (Pongau) betraut war, ein Konkursverfahren eröffnet. Das gab der Kreditschutzverband KSV1870 bekannt. Die Passiva belaufen sich auf 20,5 Millionen Euro.

Bad Gastein

Konkret war das Unternehmen für das Management und die Umsetzung des Baus mehrerer Appartementblocks in Badbruck zuständig. Von dem gesamten geplanten Projekt wurden im Jahr 2008 lediglich 6 Appartementblocks im Rohbau mit 32 Appartements errichtet, schreibt der KSV. 14 Käufer hätten bereits 26 Appartements anbezahlt. Wie viele Appartements ursprünglich hätten gebaut werden sollen, gehe aus den ersten Angaben des Schuldners nicht hervor, sagte eine Sprecherin des KSV auf APA-Anfrage.

Appartments in Bad Gastein geplant

Als Grund führt die Projektmanagementfirma mit Sitz in St. Michael im Lungau die Wirtschafts- und Finanzkrise an, die die Finanzierung von Auslandsimmobilien in den Niederlanden erschwert hätte, so der Kreditschutzverband. Darüber hinaus sei es wegen einer dreijährigen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die rund eine Million Euro gekostet habe, zu zeit- und kostenintensiven Umplanungen gekommen.

Die Passiva belaufen sich laut KSV auf 20,5 Mio. Euro, betroffen seien rund 30 Gläubiger. Es gebe zwei Gesellschafter: Die E.J.W. Smoorenburg Holding B.V. sowie die EB Holding B.V. Das Unternehmen habe keine Dienstnehmer mehr, als Geschäftsführer wird Eddy Johannes Wilhelmus Smoorenburg vom KSV angeführt.

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