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Dorfgastein

Teilbedingte Haft nach Skischuh-Attacke

Symbolbild Landesgericht Salzburg APA/Barbara Gindl
Der Mann musste sich am Dienstag am Landesgericht Salzburg verantworten.

Mit Skischuhen bekleidet soll ein 33-Jähriger in Dorfgastein (Pongau) einen am Boden liegenden 17-Jährigen gegen Kopf und Körper getreten haben. Der Vorfall trug sich bei einer Rangelei beim Einstiegen in einen Skibus zu. Am Dienstag folgte für den Angeklagten nun das gerichtliche Nachspiel. Dem Anwalt aus Russland wird versuchte, absichtliche schwere Körperverletzung vorgeworfen. Er erhält eine teilbedingte Haftstrafe.

Dorfgastein

Das Opfer erlitt laut Anklage eine Gehirnerschütterung, eine Verschiebung des zweiten Halswirbels, Prellungen und Abschürfungen. Zeugen zufolge soll der Beschuldigte den Burschen zu Boden gestoßen und auf ihn mit seinen Skischuhen mehrmals eingetreten haben. Der 17-Jährige hatte im Ermittlungsverfahren zu Protokoll gegeben, dass er bewusstlos geworden sei.

Die Verteidigerin erklärte heute vor dem Schöffensenat (Vorsitz: Richterin Daniela Meniuk-Prossinger) am Landesgericht Salzburg, dass sich ihr Mandant der Körperverletzung schuldig bekenne, nicht aber der versuchten, absichtlich schweren Körperverletzung. Es habe ein Gedränge gegeben und die Stimmung sei nach dem Skitag hitzig gewesen. "Der Angeklagte hat eine Sekunde lang einen Riesenfehler gemacht. Es tut ihm leid."

Dorfgastein: Mann verletzt 17-Jährigen mit Skischuhen 

Der bisher unbescholtene Vater eines zwei Monate alten Kindes wurde nach dem Vorfall in Untersuchungshaft genommen. Er habe nur das "Geschubse und Gedränge", das andere begonnen hätten, beenden wollen, sagte er zur Richterin. Jemand habe ihm von hinten einen Schlag gegen den Hinterkopf versetzt. Er nehme an, dass der Schlag von dem 17-Jährigen gekommen sei. Als Reaktion darauf habe er ihm einen Fußtritt verpasst. "Ich hatte nicht das Ziel, einen Schaden anzurichten. Ich wollte nur das Gedränge beenden", übersetzte eine Dolmetscherin seine Angaben.

Der 33-Jährige wurde wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten, davon 13 Monate auf Bewährung, verurteilt worden. Den unbedingten Strafanteil von einem Monat hat der Angeklagte bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. Das Urteil ist laut dem stv. Sprecher des Landesgerichtes Salzburg, Andreas Wiesauer, rechtskräftig.

(APA)

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