Jetzt Live
Startseite Pongau
Weltneuheit

Erstmals digitaler Skipass am Handy im Test

Skidata präsentiert Innovation in Eben

Skipass am Handy Snow Space Salzburg
Das Handy als Skipass: Eine Weltneuheit wird in Eben getestet.

Alles auf einem Gerät: Das soll künftig auch für die Skipiste gelten. In Eben (Pongau) wird ab Montag ein weltweit neues System getestet. Der Skipass wird dabei über eine App gekauft und am Drehkreuz erkannt. Auspacken muss man das Smartphone dafür nicht.

Eben im Pongau

Zwei Lifte gibt es am „Monte Popolo“ in Eben. Gerade, weil es so klein ist, wurde das Skigebiet für diesen Feldversuch ausgewählt. Skidata, der Salzburger Spezialist für Zutritts- und Ticketsysteme, hat den digitalen Skipass entwickelt und auch bereits ausgiebig erprobt..

„Wir haben das intern getestet und es funktioniert sehr gut. Beim jetzigen Test geht es mehr um die Kundenakzeptanz“, erklärt Skidata-Sprecherin Katharina Rothbucher gegenüber SALZBURG24.

Skipass digital in der App

Funktionieren soll das neue System ganz einfach. Den Skipass kauft man schon vor Beginn des Pistenvergnügens in der Ski-Amadé Ticketapp. In digitaler Form wird der Skipass dann am Handy gespeichert. Dazu ist – wie bisher auch schon – die Angabe von persönlichen Daten nötig: Vorname, Nachname, Adresse und Geburtsdatum. „Wie in jedem anderen Online-Shop auch“, sagt Simon Guggi, Sprecher des Snow Space Salzburg. Ein Foto müsse man nur bei einem Mehrtages-Pass hochladen.

 

Salzburger Innovation arbeitet mit Bluetooth

Die Kommunikation zwischen App und Drehkreuz läuft über Bluetooth. Man könne zwar unterschiedliche Technologien dafür verwenden, Bluetooth sei aber jene, die am schonendsten für den Akku sei, weiß Skidata-Sprecherin Rothbucher. In den Drehkreuzen muss dafür eine eigene Antenne eingerichtet werden. Ist diese noch nicht eingebaut, kann sie nachgerüstet werden. Besonders sei an dieser Methode auch, dass die Drehkreuze trotzdem die herkömmlichen Tickets auslesen können. Es braucht also keine extra Zugänge für das Handy-Ticket.

Herausforderung: Handy soll in Tasche bleiben

Wichtig bei der Entwicklung war, dass man das Smartphone nicht aus der Tasche nehmen muss, um den Skipass zu scannen. Skidata-Geschäftsführer Franz Holzer fasst die Herausforderungen so zusammen: "Extreme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, der damit verbundene intensive Akkugebrauch, Gäste tragen Handschuhe und das Display lässt sich bei Minusgraden schlecht bedienen."

Gerade der intensive Akkuverbrauch könnte für viele Wintersportler zum Problem werden. Fällt das Handy aus, ist damit auch der Skipass futsch. Ersatz gibt es an der Kassa. „Dort kann man sich dann einen normalen Skipass abholen“, betont Guggi. In einem Skigebiet wie Eben kein Problem: Hier ist die Kassa von jedem Punkt aus auch ohne Lift erreichbar. In größeren Gebieten könnte das jedoch zu Komplikationen führen.

Test in Eben startet am Montag

Deshalb sei auch ein umfangreicher Testbetrieb erforderlich. Der startet am „Monte Popolo“ am kommenden Montag. Allerdings vorerst nur für Android-Nutzer, Besitzer von Apple-Geräten müssen noch etwas warten.

Geplant ist der Pilotbetrieb bis Saisonende, jeweils von Montag bis Freitag. Möglichst viele Testerinnen und Tester will man mit einem Spezialpreis anlocken: 30 statt 39 Euro wird die Tageskarte kosten. Danach sollen die Erfahrungen in das Produkt einfließen, ehe es am Markt eingeführt wird.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 12:46 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pongau/eben-erstmals-digitaler-skipass-am-handy-im-einsatz-83032756

Kommentare

Mehr zum Thema