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Flüchtlinge: Salzburg hilft bei der Vermittlung von Wohnungen

Das Land trägt die Kosten von 50.000 Euro, informierte Integrations-Landesrätin Martina Berthold. Neumayr/Archiv
Das Land trägt die Kosten von 50.000 Euro, informierte Integrations-Landesrätin Martina Berthold.

Das Land Salzburg und der Diakonie Flüchtlingsdienst haben nun ein neues Projekt für die Integration anerkannter Flüchtlinge gestartet: In Bischofshofen (Pongau) wurde eine Anlaufstelle gestartet, die bei der Vermittlung von Wohnungen in den südlichen Landesteilen hilft.

Das Land trägt die Kosten von 50.000 Euro, informierte Integrations-Landesrätin Martina Berthold (Grüne) am Donnerstag vor Journalisten.

Keine Beteiligung des Bundes

"Wir hätten es gerne größer gehabt, aber der Bund hat nicht mitgezahlt", räumte Wolfgang Schick, der Leiter des Referates für Integration, ein. Denn geplant war, dass auch noch Mitarbeiter für die soziale Integration - also Deutschkurse, Vermittlung von Arbeit und Bildung - beschäftigt werden. So besteht das Team vorerst nur aus zwei Mitarbeiterinnen, wobei eine nur Teilzeit arbeitet. Schick hofft, dass der Bund nächstes Jahr in die Finanzierung einsteigt.

Ländlicher Raum würde gestärkt

Er erläuterte auch die Gründe, die für eine eigene Beratungsstelle in den Gebirgsgauen - zusätzlich zu jener in der Landeshauptstadt - sprechen. Zurzeit würde fast alle Menschen, wenn sie nach der Anerkennung des Asylstatus aus der Grundversorgung entlassen werden, in die Stadt kommen. So können sie in der Region bleiben, in der sie sich schon auskennen und vielleicht auch schon soziale Kontakte geknüpft haben. Hier gebe es auch Arbeitsplätze und Wohnraum, es sei eine Stärkung des ländlichen Raums. Und vor allem: "Je rascher die Asylanten integriert sind, desto weniger Mindestsicherung ist zu zahlen." So gesehen sei das Geld sehr sinnvoll eingesetzt.

300 Flüchtlinge erhielten Asyl im Jahr 2014

Im Jahr 2014 haben in Salzburg 300 Flüchtlinge Asylberechtigung erhalten, heuer waren es im ersten Halbjahr genau so viele, wies Berthold auf den zu erwartenden Trend hin. Laut Susanne Kerschbaumer, die Leiterin des Integrationshauses INTO in Salzburg, haben bereits die ersten sechs Asylanten ein eigene Wohnung in den südlichen Bezirken erhalten. Zurzeit seien die Mitarbeiter dabei, einen Pool an verfügbaren Wohnungen aufzubauen und die einzelnen Flüchtlingsquartiere zu besuchen, um dort auf die Unterstützung bei der Wohnungssuche hinzuweisen. Ist eine Vermittlung erfolgreich, wird der Mietvertrag ausschließlich zwischen den Flüchtlingen und dem Vermieter abgeschlossen. Die Mitarbeiter der Anlaufstelle beraten außerdem über die Hausordnung, Mülltrennung und wie das Zusammenleben generell in Österreich so funktioniert.

(APA)

 

(Quelle: S24)

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