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Föhn: Baum stürzt auf Auto

Im heftigen Föhnsturm ist am Montag gegen 18.20 Uhr im Kötschachtal bei Bad Gastein (Pongau) ein Baum auf ein Auto gestürzt. Eine Insassin wurde dabei ersten Informationen zufolge schwer, ihr Gatte leicht verletzt.

Die Straße ins Tal war bereits vor dem Vorfall in den Mittagsstunden von der Feuerwehr gesperrt worden. Die Bergung der beiden Unfallopfer gestaltete sich schwierig.

"Bäume lagen kreuz und quer"

"Es war keine Zufahrt möglich, darum haben wir Unterstützung von der Bergrettung angefordert", sagte Johanna Pfeifenberger, Sprecherin des Roten Kreuz Salzburg zur APA. "Die Bäume lagen kreuz und quer", berichtete auch Roland Pfund, der Leiter der Bergrettung Bad Gastein. "Es sind dabei auch große Fichten mit rund 50 Zentimetern Durchmesser umgestürzt."

Feuerwehr öffnet Dach des Pkw

Die Einsatzkräfte mussten sich zuerst einen Weg freischneiden, um zum verunfallten Auto zu kommen. "Die Rettung hat dann die Erstversorgung übernommen und die Feuerwehr das Dach des Pkw geöffnet", sagte Pfund. Mit einer Kurztrage mussten die Bergretter die schwer verletzte Beifahrerin zum Rettungsfahrzeug bringen, weil keine Zufahrt möglich war. Die Frau wurde ins Krankenhaus nach Schwarzach eingeliefert. Die Frau wurde ins Krankenhaus nach Schwarzach eingeliefert. Ihr Mann wurde leicht verletzt, erlitt aber einen Schock.

Ihr 78-jähriger Ehemann war aus noch unklaren Motiven in den eigentlich seit den Mittagsstunden gesperrten Bereich eingefahren. Durch eine Sturmböe fielen zuerst mehrere Bäume unmittelbar vor dem Pkw auf die Straße, ein Baum stürzte schließlich direkt auf den Wagen.

Böen mit bis zu 249 km/h

Die meisten Einsätze gab es am Montag wegen umgestürzter Bäume und abgetragener Dächer. Im Gasteinertal waren die Bewohner den ganzen Tag über angehalten, in ihren Häusern zu bleiben und sich nicht im Freien aufzuhalten. Die Wetterstation in Bad Gastein verzeichnete Böen bis zu 119 km/h, die ÖBB-Station am Feuersang laut Medienberichten sogar Spitzen von bis zu 249 km/h - ein Wert den Meteorologen allerdings skeptisch betrachten.

Feuerwehr im Sturmeinsatz

Unklar war zunächst, ob der Pkw-Lenker die Straßensperre übersehen oder missachtet hat. Am Montagabend verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr im Ort bereits zwei Dutzend Sturmeinsätze - zumeist wegen umgestürzter Bäume und abgetragener Dächer. Die Bewohner des Gasteinertals waren den ganzen Tag über angehalten, in ihren Häusern zu bleiben und sich nicht im Freien aufzuhalten. Ab der Hohen Brücke ist die Straße ins Kötschachtal weiterhin gesperrt, berichtet der ARBÖ am Dienstagfrüh.

Umgefallene Bäume auch im Pinzgau

Am Abend musste auch die Rauriser Landesstraße (Pinzgau) aufgrund umgefallener Bäume vorübergehend gesperrt werden. Die Sperre dürfte voraussichtlich bis Dienstag gegen 08.00 Uhr aufrecht bleiben. Auch eine kurzzeitig eingerichtete Umleitung über eine Gemeindestraße musste wegen der anhaltend starken Sturmböen ebenfalls gesperrt werden. Der Rauriser Ortsteil "Bucheben" ist somit vorübergehend nicht erreichbar.

Föhn mittlerweile zusammengebrochen

"Der Föhn ist mittlerweile zusammengebrochen, inzwischen verzeichnen wir kaum mehr starke Böen", sagte Yasmin Markl von der Wetterdienststelle Salzburg Dienstagfrüh zur APA. Auch für die Einsatzkräfte entspannte sich die Situation in der Nacht. In der Früh war laut einem Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos zunächst nur eine Feuerwehr im Einsatz. Allerdings könnten viele Schäden erst mit dem Tageslicht erkennbar werden.

(APA)

(Quelle: S24)

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