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Georg Kreer wird Vize-Weltmeister im Verticalmarathon

Georg Kreer (re.) machte sich gemeinsam mit Andreas Wiesinger (li.) und Norbert Lüftenegger auf Medaillenjagd. Georg Kreer
Georg Kreer (re.) machte sich gemeinsam mit Andreas Wiesinger (li.) und Norbert Lüftenegger auf Medaillenjagd.

42,195 Kilometer, der Distanz eines klassischen Marathons, stellten sich am Samstag 19 Sportler bei der dritten Verticalmarathon-Weltmeisterschaft in Hannover. Das Besondere dabei ist, die Strecke wird in einem Stiegenhaus zurückgelegt. Einer der drei teilnehmenden Österreichern war Georg Kreer aus Goldegg (Pongau), der prompt seine eigenen Erwartungen übertraf und sich einen Stockerlplatz erstieg.

Trainiert hat der Goldegger Georg Kreer für die Weltmeisterschaft, wie berichtet, im Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach. Die Vorbereitung hat gefruchtet, denn Kreer belegte mit einer Zeit von zehn Stunden, 56 Minuten und 49 Sekunden Platz zwei hinter dem Weltrekordhalter Johannes Schmitz aus Göttingen (Niedersachsen).

Erwartungen übertroffen

Kreer visierte eine Zeit von unter zwölf Stunden an. Dass er seine eigenen Erwartungen um eine Stunde unterboten hat, freut ihn sehr. „Ich habe Glück gehabt, dass es mir an diesem Tag so gut gegangen ist“, verrät er im Gespräch mit SALZBURG24 nach seiner Rückkehr aus Deutschland.

Emotionen pur bei Treppenhaus-Weltmeisterschaft

„Es war ein einzigartiges Gefühl Zweiter zu werden“, schwärmte der Pongauer. 194 Runden waren zu bestreiten. Bei Runde 100 und 194 durfte sich jeder Läufer ein Lied aussuchen. „Für die hundertste Runde habe ich mir ‚Go for Gold‘ von Andreas Gabalier ausgesucht – das war sehr emotional. Die letzte Runde habe ich mit ‚I am from Austria‘ bestritten und bin mit der Österreichfahne durchs Ziel gelaufen“, erzählte Kreer. „In Runde 193 habe ich meine Frau an die Hand genommen und bin sie mit ihr gemeinsam gegangen.“ Danach ist er mit „Speed runtergelaufen, das war Gefühl pur.“

Kreer bester Österreicher

Insgesamt nahmen drei Österreicher an dem Verticalmarathon-Bewerb teil. „Wir haben uns ausgemacht, wer von uns als erster ins Ziel kommt, geht mit allen anderen Teilnehmern die letzte Runde mit, so habe ich auch den ältesten Teilnehmer, einen 64-jährigen Franzosen begleitet“, erzählte Kreer.

Innere Zufriedenheit für Kreer

Alles in allem war die Weltmeisterschaft für den Salzburger ein einzigartiges Erlebnis: „Es war unvergleichbar. Ich kann es eigentlich nicht in Worte fassen – es ist einfach nur schön und ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken – besonders aber bei meiner Frau Elke, die immer mitfährt und mich unterstützt.“

Für die Zukunft hat sich Kreer vorgenommen gezielter zu trainieren und seine eigene Zeit zu unterbieten und den Weltmeistertitel zu holen.

(Quelle: S24)

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