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Rund 25 Tiere von Wolf gerissen

Antrag auf Abschuss des "Problemwolfs"

20170618_PD15418.HR.jpg AFP/JOE KLAMAR/Symbolbild
Aktuell wurden auf der Tofernalm 20 bis 25 Schafe getötet, weitere 20 werden vermisst.

Nachdem eine DNA-Probe Ende Mai einen Wolfsriss bestätigte, gibt es nun neue, zahlreiche Risse im Gebiet der Tofernalm in Großarl (Pongau). Insgesamt 20 bis 25 Schafe wurden seit Anfang Juli getötet, weitere zirka 20 Tiere werden vermisst. Der Wolfsbeauftragte Hubert Stock wird in Absprache mit Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) den Antrag auf Entnahme des Problemwolfs stellen.

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„Wir haben uns das Rissbild angesehen, die DNA-Test-Ergebnisse stehen bei den neuen Fällen noch aus. Wir gehen aber davon aus, dass es sich um Wolfsrisse handelt“, so der Wolfsbeauftragte des Landes Salzburg, Hubert Stock. Die Bauern, die auf die betroffene Tofernalm auftreiben, haben die noch lebenden Schafe nun wieder ins Tal zurück geholt. „Die Anzahl der getöteten Tiere rechtfertigt die Definition eines ‚Problemwolfs‘. Wir werden bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft den Antrag auf Entnahme stellen“, sagt Landesrat Josef Schwaiger und er fügt hinzu: „Laut Managementplan des Landes sprechen wir ab 25 gerissenen Tieren innerhalb eines Monats von einem ,Problemwolf‘.“

45 Tiere könnten betroffen sein

Aktuell wurden auf der Tofernalm 20 bis 25 Schafe getötet, weitere 20 werden vermisst. „Wo diese sind, wissen wir nicht. In dieser Region gibt es auch Füchse, Kolkraben, Gänsegeier und andere Tiere, die so einen Kadaver innerhalb von Tagen fressen“, weiß Hubert Stock. Damit steht fest: Zirka ein Viertel der aufgetriebenen Schafe wurde gerissen, ein weiteres Viertel ist abgängig.

Tiere von der Alm geholt

Gerhard Huttegger, er ist Obmann der Tofernalm-Agrargemeinschaft und selber betroffener Landwirt, betont: „Ich habe, vor allem im Sinne des Tierschutzes, die Reißleine gezogen und veranlasst, dass die Tiere von der Alm geholt werden. Innerhalb weniger Stunden haben wir sieben tote Schafe gefunden. Wir sprechen hier von insgesamt 700 Hektar, auf denen Pferde, Rinder und Schafe den Sommer verbringen.“ Schon Ende Juni haben die Landwirte festgestellt, dass Unruhe in der Herde herrscht, die Tiere nicht in höhere Lagen wechseln, daher wurde der Wolfsbeauftragte Hubert Stock informiert.

"Dramatik wie im Großarltal noch nicht erlebt"

Silvester Gfrerer, Mitglied der Agrargemeinschaft sowie Obmann des Alm- und Bergbauernvereins, betont angesichts der Situation, die auf der Tofernalm speziell ist: „Hier treiben kleine Nebenerwerbsbauern auf, die mit Herz und Leidenschaft kleine Schafherden halten, teilweise gefährdete Tierrassen die vom Aussterben bedroht sind, wesentlich mehr als der Wolf. Wenn er jetzt tötet, verlieren diese Bauern nicht nur die Tiere, sondern auch die Freude an der Haltung. Und Gfrerer fügt hinzu: „Eine solche Dramatik wie im Großarltal habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich fordere, dass solche Wölfe ohne großen Hürden entnommen werden können. Das muss auf EU-Ebene geregelt werden, der Schutzstatus des Wolfes muss herabgestuft werden.“

Schwaiger: Antrag auf Entnahme des Wolfs

„Die Vorfälle in Großarl sind für die Landwirte eine massive Belastung. Wir werden umgehend alles in die Wege leiten, um eine Bewirtschaftung der Alm wieder möglich zu machen. In dieser Situation ist der Antrag auf Entnahme des Wolfs unumgänglich. Wir lassen die Bauern nicht allein, unser Wolfsbeauftragter ist von Anfang eingebunden und wichtiges Bindeglied zwischen den Interessengruppen“, so Schwaiger in einer Aussendung am Samstag.

(Quelle: SALZBURG24)

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