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Historisches Gebäude in Großarl inspiriert zum Bierbrauen

In Großarl gibt es ein neues, regionales Bier. Pressefotopongau/MW
In Großarl gibt es ein neues, regionales Bier.

Eigentlich wollte der Arzt Ernst Toferer junior aus Großarl (Pongau) nur für den privaten Gebrauch Bier brauen. Nachdem das Interesse am selbst erzeugten Hopfengetränk derart groß war, entschloss sich Toferer sein Bier auch zum Verkauf anzubieten. Mittlerweile können die Großarler zwei Biersorten des „Wochta-Bieres“ erstehen, der Verkauf läuft gut. „Unser Lager ist fast immer leer“, berichtet der Vater des Arztes, Ernst Toferer senior, im S24-Gespräch. Weitere Biersorten sollen folgen. 

Seinen Namen verdankt das „Wochta Bier“ einem geschichtsträchtigen Gebäude in Großarl, der Alten Wacht. Das im 16. Jahrhundert als Mautstation erbaute Haus faszinierte den Arzt, der es kurzerhand pachtete. Dort wollte Toferer junior künftig sein eigenes Bier brauen. Die ersten Brauversuche im Frühjahr 2018 stießen auf beträchtliches Interesse. Also sollte das Bier auch verkauft werden. Für eine größere Bierproduktion war die Alte Wacht allerdings ungeeignet. „Wie es der Zufall so wollte, waren im Gewerbepark Großarl entsprechende Räumlichkeiten frei, woraufhin wir uns dazu entschieden haben, diese anzumieten“, erzählt Toferers Vater, der bereits in Pension ist.

Professionelle Anlage für "Wochta"-Bier

Gemeinsam mit Sepp Kaiser, Peter Hettegger und Christian Lord gründeten Vater und Sohn im Mai die „Großaltaler Wochta Bier GmbH“ und installierten in den neuen Räumlichkeiten eine neue, professionelle Brauanlage. Das Bier wird nun in einem 500-Liter-Kessel gebraut. „Damit können wir 35.000 Liter Bier im Jahr produzieren“, berichtet Toferer senior. Toferer junior hatte sich mittlerweile in die Fachliteratur über das Bierbrauen eingelesen, sein Vater den Biersommelier gemacht. Dennoch stellt das Bierbrauen einen Nebenerwerb für die Gesellschafter dar.

Spezielle Etiketten für die Bierflasche

Derzeit bieten die Bierbrauer zwei verschiedene Sorten an: Ein bernsteinfarbenes Alt Wiener Lagerbier mit dem Namen „Kupfergeist“ sowie ein helles bayerisches Weizenbier mit dem Namen „Almweisse“. Abgefüllt wird das Bier Flaschen zu 0,33 Litern oder zu 0,5 Litern. „Ein Karton mit acht 0,33 Liter-Flaschen kostet 14,90 Euro, mit 0,5 Liter-Flaschen kostet der Karton 17,90 Euro“, rechnet Toferer vor. Verkauft wird das Bier im „Großarler Troadkastn“, einem Bauernladen in der Region. Als Besonderheit können die „Wochta“-Bierflaschen mit individuellen Etiketten für spezielle Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten oder Firmenjubiläen versehen werden.

Weitere Großarler Biersorten geplant

Weitere Biersorten seien ebenfalls geplant, die hohe Nachfrage führe jedoch dazu, dass die Bierbrauer wenig zum Testen kommen. „Unser Lager ist fast immer leer“, freut sich der Pensionist. Geplant seien beispielsweise ein Bockbier oder ein Hollerbier. Trotz des gut anlaufenden Verkaufs ist für Toferer jedoch auch klar: „Für uns geht Qualität vor Quantität. Wir wollen ein regionales Produkt in der Region anbieten und Spaß bei der Arbeit haben.“

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