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Hohe Lawinengefahr

Zwei Lawinen in Obertauern abgegangen

Snowboarder tritt Schneebrett los

20160208_PD13458.HR.jpg APA/Barbara Gindl/Archiv
An einem Hotel entstanden durch die Lawine Schäden an Fenster und Lüftungsanlage (Symbolbild). 

Gleich zwei Lawinenabgänge ereigneten sich am Montag in Obertauern (Pongau). Bereits in der Nacht auf Montag ging eine Lawine ab, wodurch ein Hotel leicht beschädigt wurde. Am Nachmittag dürfte ein Snowboarder ein Schneebrett losgetreten haben.

Der 32-Jährige Snowboarder aus Tschechien wollte offenbar – trotz Lawinenwarnstufe 5 – auf einem Südhang hinter einem Hotel im Tiefschnee fahren. Als er im freien Gelände talwärts fuhr, löste er eine Lawine mit einer Breite von etwa 300 Metern und einer Höhe von drei Metern aus, berichtet die Polizei. Dabei wurde zum Teil die Absperrung und Absicherung am Pistenrand mitgerissen.

Obertauern: Lawine erreicht Hotel

Die Ausläufer der Lawine verschütteten die Rückseite eines Hotels bis zu drei Meter hoch. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Der 32-Jährige wird wegen des Verdachtes der fahrlässigen Gemeingefährdung bei der Staatsanwaltschaft Salzburg angezeigt.

Lawinenabgang in der Nacht auf Montag

Montagfrüh ging in Obertauern eine Staublawine in unmittelbarer Nähe zu einem Hotel ab. Die Ausläufer der Lawine gelangten bis an die Rückseite des Hotels, berichtet die Polizei Salzburg in einer Aussendung am Montag.

Die Lawine hatte ein Ausmaß von ungefähr 20 Metern Breite und erreichte eine Höhe von annähernd fünf Metern. Die Schneemassen ragten darum bis in das erste Obergeschoß des Hotels. Durch den Druck der Lawine wurde zudem in Flügel eines Fensters aus der Verankerung gerissen. "Das wären eigentlich Lawinenfenster", sagte die betroffene Hotelierin am Nachmittag zur APA. "Wir müssen noch klären lassen, warum trotzdem ein Flügel aufgegangen ist." Auch die Lüftungsanlage sei bei dem Lawinenabgang beschädigt worden.

Lawine in Obertauern: Hotelgäste umquartiert

"Wir haben die beiden Gäste im betroffenen Zimmer in ein anderes Zimmer umquartiert. Ihnen ist nichts passiert. Wie hoch der Sachschaden ist, können wir noch nicht sagen", sagte die Frau. Der Hang hinter dem Haus habe in der Vergangenheit übrigens nie für Probleme gesorgt. Nachsatz: "Es wäre jetzt endlich einmal an der Zeit, dass es wieder zu Schneien aufhört."

(SALZBURG24/APA)

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