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Junge Pongauerin inmitten der Weltspitze

Die 15-jährige Pongauerin Chiara Hölzl ist die jüngste ÖSV-Medaillengewinnerin bei einer nordischen WM. Hier lässt sie ihre Erlebnisse Revue passieren.

Mit 15 Jahren ist sie die jüngste nordische WM-Medaillengewinnerin des ÖSV aller Zeiten. Bei der Weltmeisterschaft in Val di Fiemme (Italien) holte die Pongauerin Chiara Hölzl vor wenigen Tagen im Team-Mixed-Bewerb auf der Normalschanze die Silbermedaille und wurde heute am Dienstag vom Land Salzburg zur „Salzburgerin der Woche“ gekürt.

Nervenstark wie ein Routinier

Gemeinsam mit Jacqueline Seifriedsberger, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern erreichte die 1997 in Schwarzach im Pongau geborene Hölzl den zweiten Platz hinter Japan im erstmals ausgetragenen Mixed-Bewerb im Skisprung. Dabei bewies die junge Salzburgerin Nerven aus Stahl: Im zweiten Durchgang steigerte sie sich nicht nur von 92,5 auf 98 Meter, sondern ließ sich auch von Helfern, die die Anlaufspur mit einem Gerät ausbliesen, nicht beirren.

„Extrem cool“

"Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Ich bin zwar zum Schluss bedeutend besser gesprungen als am Anfang der Saison, aber ich hätte mir nicht gedacht, dass wir mit mir eine Medaille machen. Das ist einfach großartig", sagte Hölzl, die in Stams die Handelsschule besucht. "Ich freue mich so, ich kann gar nicht mehr aufhören, zu lachen." Die Salzburgerin holte heuer in Schonach (Deutschland) ihren ersten Weltcup-Punkt. Von ihren Vorbildern Schlierenzauer und Morgenstern hat sie Autogramme und Poster im Zimmer hängen. Jetzt hat sie mit den beiden österreichischen Sportgrößen WM-Silber gewonnen. Schlierenzauer bezeichnete die Leistung des Talents sogar als einen "Schlüssel zur Medaille". "Es ist unglaublich, extrem cool", so die verständliche Begeisterung der 1,53 Meter großen und 42 Kilogramm leichten Pongauerin, die auch einen sehr guten neunten WM-Platz im Einzel erreichte.

Einmal probiert und nicht mehr aufgehört

Ihre Leidenschaft für das Skispringen war schnell geweckt. Im Alter von acht Jahren begann sie auf der 15-Meter-Schanze in Schwarzach mit dem Skispringen. "Es hat mir damals so getaugt, dass ich gleich 15 Sprünge hintereinander gemacht habe", erinnerte sie sich an ihre ersten Flugübungen. Auch Vater Karl Hölzl war Skispringer. Ihre Wettkämpfe absolviert sie für den Sportverein Schwarzach im Pongau, bei ihrem bisher weitesten Sprung landete sie bei 123 Metern. Neben dem Skispringen spielt sie auch gerne Volleyball und Fußball und geht Langlaufen.

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(Quelle: S24)

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