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Freund schlägt Alarm

Nächtliche Suchaktion nach Vermisstem in Mühlbach

26-Jähriger Franzose harrt im Gelände aus

IMG-20211101-WA0002.jpg Bergrettung Mühlbach
Die Freiwilligen der Bergrettung Mühlbach rückten auch am Morgen wieder zur Suchaktion aus.

Ein vermisster Wanderer hat in der Nacht auf heute zahlreiche Einsatzkräfte der Bergrettung Mühlbach am Hochkönig (Pongau) in Atem gehalten. Die Suchaktion dauerte bis mitten in der Nacht und wurde in der Früh wieder fortgesetzt. Schließlich traf ein Passant auf den Abgängigen.

Der 26-jährige Franzose war gestern Abend gegen 20 Uhr im Bereich des Hochkönigs vermisst gemeldet worden. Der Mann stieg mit einem Begleiter über den Normalweg von der Mitterfeldalm Richtung Hochkönig auf. Im Bereich der „Torsäule“ kehrte einer der beiden um. Sie vereinbarten, dass sie sich beim Birgkarhaus (Mühlbach) gegen Abend wieder treffen wollten. Nachdem der 26-Jährige bei Einbruch der Dunkelheit nicht am Treffpunkt erschienen war, verständigte sein Begleiter die Einsatzkräfte.

Hubschrauber sucht mittels Wärmebildkamera

Der abgängige Franzose hatte seinem Freund noch gegen 15.30 Uhr ein Foto von seinem Abstieg vom Hochkönig geschickt. „Aufgrund dieser Aufnahme konnten wir davon ausgehen, dass er sich im Bereich der Birgkarrinne befinden musste“, so Wolfgang Haggenmüller, Einsatzleiter und Ortsstellenleiter der Bergrettung Mühlbach. Ein Hubschrauberteam der Polizei („Flir“) suchte in der Dunkelheit mittels Wärmebildkamera im Bereich der Birgkarrinne nach dem Abgängigen. Auch Bergretter aus Mühlbach und ein Alpinpolizist stiegen auf. Die Suchaktion wurde in der späten Nacht abgebrochen und am frühen Morgen – wieder mit Unterstützung von Alpinpolizei und Libelle – aufgenommen.

Passant trifft auf Vermissten in Mühlbach

Während der Suchaktion traf ein Passant um 7.45 Uhr im Bereich der Hochkönigstraße auf den Abgängigen. Der Franzose gab an, dass der Akku seines Mobiltelefons leer war und er beim Abstieg stürzte. Dabei verlor er zusätzlich noch die Batterie seiner Stirnlampe. Er habe dann im Gelände übernachtet. „Das war nur mehr ungefähr eine halbe Stunde Gehzeit von der Bundesstraße entfernt“, sagt Haggenmüller. „Er gab auch an, dass er den Hubschrauber und die Einsatzkräfte gesehen hätte und versucht habe, auf sich aufmerksam zu machen. Doch leider blieb er in der Dunkelheit unentdeckt.“

(Quelle: SALZBURG24)

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