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Neue Skisprung-Schanze in Schwarzach

Sektionsleiter Hannes Rainer, Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner und Bgm. Andreas Haitzer (v.li.n.re.). LPB/Neumayr/MMV
Sektionsleiter Hannes Rainer, Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner und Bgm. Andreas Haitzer (v.li.n.re.).

In der Pongauer Gemeinde Schwarzach haben vor wenigen Wochen die Bauarbeiten an der neuen Skisprung-Anlage begonnen.

Damit stehen dem heimischen Springer-Nachwuchs schon bald drei neue, topmoderne Sprungschanzen zur Verfügung, die sich sowohl für den Winter-, als auch für den Sommer-Betrieb eignen.

Drei Schanzen in Schwarzach

"Die großartige Zusammenarbeit zwischen dem Skiklub Schwarzach, der Gemeinde, der Landessportorganisation und zahlreichen Partnern und Sponsoren aus der Wirtschaft macht es möglich, innerhalb kurzer Zeit eine Schanzenanlage speziell für den nordischen Nachwuchs zu realisieren, die wirklich ihresgleichen sucht. Etwas Wetterglück vorausgesetzt, stehen schon im Herbst – spätestens Anfang nächsten Jahres – in Schwarzach eine 15-Meter-, eine 30-Meter- und darüber hinaus eine 45-Meter-Schanze für Wettbewerbe und Training zur Verfügung. Alle drei Schanzen sind so ausgestattet, dass sie sich sowohl für den Winter, als auch für den Betrieb im Sommer eignen", erklärte heute, Donnerstag, 2. August, Sportreferent Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner, der gemeinsam mit dem Schwarzacher Bürgermeister Andreas Haitzer und Hannes Rainer vom Sportverein Schwarzach, Sektionsleiter für den nordischen und alpinen Bereich, das Projekt präsentierte.

"Die neue Anlage, für die insgesamt rund 750.000 Euro investiert werden, sorgt für großartige Bedingungen für den heimischen Springer-Nachwuchs. Obwohl wir unseren ursprünglichen Plan für ein großes, nordisches Nachwuchszentrum um rund sechs Millionen Euro aufgeben mussten, können wir jetzt mit dieser 'kleinen', aber umso feineren Um- und Neubau-Variante der Schwarzacher Schanzenanlage ideale Bedingungen schaffen, um den Springer-Nachwuchs optimal an den Spitzensport heranzuführen“, so Sektionsleiter Hannes Rainer. 

 Gesamtkosten von 750.000 Euro

Auch Sportreferent Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner zeigte sich begeistert von dieser zukunftsträchtigen Investition in die Salzburger Sportinfrastruktur: "150.000 Euro wird das Sportland Salzburg für diese Schanzenanlage beisteuern. Große, auch internationale Erfolge in einer Sportart sind nur möglich, wenn auch die Nachwuchsarbeit entsprechend gut und professionell durchgeführt werden kann. In Schwarzach ziehen schon seit langem viele Menschen an einem Strang, um dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Mit diesem Projekt erreicht die Nachwuchsförderung bei den Skispringern eine völlig neue Dimension. Hier zeigt sich auch, wie wertvoll das ehrenamtliche Engagement innerhalb eines Vereins für solche Projekte ist. Insgesamt werden die Funktionäre, Mitarbeiter, Freunde und Sponsoren des SK Schwarzach die beeindruckende Summe von 450.000 Euro zum Projekt beitragen. Tausende, ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder schon jetzt investiert und sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Dafür möchte ich ihnen als Sportreferent des Landes an dieser Stelle ausdrücklich danken."

45-Meter-Schanze als Lückenschluss

Im ursprünglichen Konzept für den Schanzenumbau waren nur eine neue 15-Meter- und eine 30-Meter-Schanze vorgesehen. "Aber durch die großartige Unterstützung zahlreicher Vereinsmitglieder, die ehrenamtlich sehr viele Arbeitsstunden leisten, und durch das großzügige Sponsoring zahlreicher Firmen aus der Region können wir jetzt, ohne finanziellen Mehraufwand für die öffentliche Hand, auch die bestehende, aber veraltete 50er-Schanze so umbauen, dass daraus eine wieder voll einsatzfähige 45-Meter-Schanze wird", so Hannes Rainer. "Für unsere talentierten Jugendlichen mit ihrer modernen Ausrüstung und den damit heute zu erzielenden Weiten war die alte 50er-Schanze nur mehr bedingt tauglich. Das neue Sprungprofil ermöglicht es in Zukunft, entsprechende Weiten zu erzielen, ohne dass die Jugendlichen den flacheren Teil der Schanze erreichen. Dieser Umbau bringt auch zusätzliche Sicherheit für die Nachwuchssportler und sorgt darüber hinaus für einen Lückenschluss bei den Nachwuchsschanzen im Bundesland Salzburg. Bislang mussten die Nachwuchs-Springer von der 30-Meter-Schanze direkt auf die nächst größere 60-Meter-Schanze, wechseln."

Sportlicher und touristischer Nutzen

Auch die Gemeinde Schwarzach unter der Führung von Bürgermeister Andreas Haitzer hat sich sofort bereit erklärt, die Baumaßnahmen mit einem namhaften Betrag zu unterstützen und steuert insgesamt 100.000 Euro zum Gesamtprojekt bei. "Dieses Projekt lag uns allen in der Gemeindevertretung ganz besonders am Herzen und wurde immer völlig außer Streit gestellt. Ein Investitionsbeitrag in dieser Größenordnung ist für eine kleine Gemeinde wie Schwarzach zwar sicherlich keine leichte Hebeübung. Aber ich bin überzeugt, dass von der neuen, topmodernen und sowohl mit Flutlicht als auch einer Schneekanone ausgestatteten Schanzenanlage nicht nur die Nachwuchssportler in Schwarzach enorm profitieren werden. Zweifellos wird Schwarzach dadurch auch für Trainingslager von Vereinen aus anderen Gemeinden und Bundesländern sehr attraktiv werden. Diese Investition hat daher nicht nur aus sportpolitischer, sondern auch aus touristischer und wirtschaftlicher Sicht Sinn für Schwarzach", so Bürgermeister Haitzer.

Eine der größten Sektionen Salzburgs

Besondere Freude mit den drei neuen bzw. adaptierten Schanzen hat der Sektionsleiter für den nordischen und alpinen Skisport des SK Schwarzach, Hannes Rainer. "Unser Verein ist mit 1.000 Mitgliedern in zehn verschiedenen Sektionen einer der größten im Bundesland Salzburg. Die Nachwuchsarbeit wird bei uns traditionell groß geschrieben. Es war daher für uns selbstverständlich, hier einen möglichst großen Eigen-Beitrag zu leisten, indem zahlreiche Vereinsfunktionäre und -Mitglieder ihre Arbeitskraft und ihr berufliches Knowhow einbringen, um dieses Projekt zu verwirklichen. Vom Spengler über den Elektriker bis hin zum Tischler arbeiten zahlreiche Profis aus unseren Reihen mit, um diese Schanzenanlage zu bauen. Mein großer Dank gilt vor allem auch den zahlreichen Sponsoren aus der Wirtschaft in der Region, die uns hier mit Rat und Tat und namhaften Beträgen unterstützen", erklärte Hannes Rainer.

Engere Zusammenarbeit mit Skiklub Bischofshofen

Als hauptverantwortlicher Projektleiter für den Um- und Neubau der Schwarzacher Schanzenanlage wies Hannes Rainer darauf hin, dass sich der befreundete Skiklub Bischofshofen mit insgesamt 50.000 Euro an den Baukosten beteiligte und für seine Nachwuchsmannschaften die neuen Schanzen, insbesondere der 45-Meter-Schanze, intensiv nutzen werden. "Im Gegenzug werden wir unsere Schwarzacher Talente verstärkt zum Trainieren auf die Bischofshofener 20-Meter- und die 60-Meter-Schanze schicken", sagte Rainer.  

Optimale Ergänzungen für Schanzen-Infrastruktur

Brenner bezeichnete dieses Konzept als eine ausgezeichnete und nachahmenswerte Kooperation zweier renommierter Sportvereine, die einmal mehr zeige, dass die Salzburger Sportfamilie ausgezeichnet zusammenarbeite. "Mit der 125-Meter-Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen und den 15-, 30-, 60- und 85-Meter-Schanzen in Saalfelden kann man durchaus schon von einem kleinen Skisprung-Cluster im Bundesland Salzburg sprechen. Mit den neuen Schwarzacher Schanzen wird diese Schanzen-Infrastruktur optimal abgerundet. Damit sollte es uns gelingen, auch zukünftig heimische Skispringer an die Weltspitze heranzuführen", hielt Sportreferent Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner abschließend fest.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.09.2019 um 04:36 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pongau/neue-skisprung-schanze-in-schwarzach-41583025

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