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Sechs Monate bedingte Haft für Georgier

Am Landesgericht Salzburg wurde am Montag der Prozess gegen einen 32-jährigen Georgier wegen Mordversuchs an einem 41-jährigen Tschetschenen fortgesetzt.

Die beiden Asylwerber waren damals vermutlich wegen Autoreifen in Streit geraten. Der Georgier soll sieben Schüsse auf den im Auto sitzenden Tschetschenen abgefeuert haben, nachdem er von diesem durch einen Bauchstich verletzt worden war. Die Kugeln verfehlten den Mann. Die Tat war am 14. November 2010 in St. Johann im Pongau begangen worden.

Urteil: Sechs Monate bedingte Haft für Georgier

 Die Geschworenen haben die Frage nach dem versuchten Mord mit sechs zu zwei Stimmen verneint. Deshalb erfolgte das Urteil nicht wegen Mordversuchs, sondern "nur" mehr wegen Sachbeschädigung an dem Auto, weiters wegen Vergehen nach dem Waffengesetz und wegen zweimaliger gefährlicher Drohung mit dem Tode. Der Georgier erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten bedingt (bei einer Strafdrohung bis zu drei Jahren, Anm.). Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Georgier wurde nach dem Prozess enthaftet.

Weiters Verfahren wegen schweren, gewerbsmäßigen Betruges

Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Gegen den Georgier läuft noch ein getrenntes Verfahren wegen schweren, gewerbsmäßigen Betruges. Er soll sich zwischen Jänner 2008 und September 2010 mehr als 63.000 Euro aus der Grundversorgung für Asylbewerber erschlichen und außerdem mit Hilfe von mindestens vier Alias-Namen in verschiedenen Ländern um Asyl angesucht haben. Derzeit sei man beim Ausforschen eines Zeugen, der die notwendigen Auskünfte geben und Unterlagen zu dem mutmaßlichen Sozialbetrug vorlegen könne, erläuterte Gerichtssprecherin Bettina Maxones-Kurkowski. (APA)
(Quelle: S24)

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