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100 Verletzte pro Tag

Ski-Saison als Stresszeit für Krankenhäuser

Skiunfall APA/Georg Hochmuth
Auf den Pisten kommt es immer wieder zu Unfällen (Symbolbild).

Eine Unachtsamkeit auf der Skipiste genügt häufig, damit der Einkehrschwung unplanmäßig im Spital endet. Während der Wintermonate sorgen verunfallte Skifahrer und Snowboarder für Hochsaison in Salzburgs Krankenhäuser. So füllen an Spitzentagen über 140 Wintersportler das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach (Pongau).

Dass Österreich eine Wintersportnation ist, macht sich auch im Krankenhaus in Schwarzach bemerkbar. Dort werden zwischen Weihnachten und Ostern zwischen 80 und 100 Wintersportler am Tag versorgt, an Spitzentag sind es über 140. Bei Skifahrern kommen Knie- oder Schulterverletzungen sowie Unterschenkelbrüche am häufigsten vor, bei Snowboardern sind es Handgelenks-, Arm- oder Schulterverletzungen. Im Gegensatz dazu kommen Schädel-Hirn-Traumata aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Skihelmen deutlich weniger vor, als noch in früheren Jahren.

Ski-Unfälle sorgen für Hochsaison im Spital

Operiert werden müssen zwischen zehn und 15 Prozent der verunfallten Wintersportler. „Besonders kompliziert sind dabei Operationen im Becken- oder Wirbelsäulenbereich“, erklärt Primar Manfred Mittermair, Leiter der Unfallchirurgie. Mittermair hat ein Team von rund 20 Kräften um sich, die pro Tag zwischen 15 und 20 Operationen durchführen. „Für uns ist aktuell Hochsaison, weil mehr Leute im Winter Skifahren gehen, als im Sommer beispielsweise Mountainbiken.“

 

Die häufigsten Unfallursachen

Die häufigsten Unfallursachen? Mangelnde Fitness ist ebenso ein Faktor, wie Selbstüberschätzung des eigenen Könnens und zu wenig Rücksichtnahme auf der Piste. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wintersportler ist Skifahren allerdings ein sicherer Sport. „Wir bewegen uns bei den Unfallzahlen im Promillebereich, was die Zahl der Wintersportler anbelangt“, erläutert der Arzt.

Schneequalität entscheidet nicht

Ob ein Unfall auf Kunst- oder Neuschnee passiert, ist laut Mittermair unerheblich. „Die Qualität des Kunstschnees ist derart ausgezeichnet, dass es keine Rolle spielt, ob ein Wintersportler auf Kunst- oder Naturschnee zu Sturz kommt. Selbst im Tiefschnee kann man sich ja verletzen.“ Allerdings bestehe aufgrund der aktuellen Schneelage der Vorteil, dass Wintersportler, die von der Piste abkommen, aktuell nicht auf harten Boden fallen, sondern in den reichlich vorhandenen Schnee.

Zwei Schwerverletzte im Pinzgau

Erst am Montag sind zwei Wintersportler auf der Piste in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) zusammengestoßen

(Quelle: SALZBURG24)

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