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Stromausfall im Skigebiet: 250 Retter üben in Wagrain für Ernstfall

Bis zum Beginn der Wintersaison ist zwar noch ein bisschen Zeit, aber bei drei Seilbahnen im Snow Space Salzburg herrschte bereits am Samstag Hochbetrieb. In Wagrain (Pongau) wurde eine der größten Bergeübungen Österreichs simuliert. 

Übungsannahme war ein kompletter Stromausfall während eines Skitages im Winter, auch die Notantriebe funktionierten nicht. 15 Bergetrupps mussten in Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen und Heli Austria insgesamt "Eingeschlossene" aus den Seilbahngondeln retten. "Auch wenn wir sämtliche Seilbahnanlagen täglich durch unsere Fachpersonal warten und der gleichzeitige Ausfall mehrerer Beförderungsanalgen ein äußerst abstraktes Übungsszenario darstellt, müssen wir auf den Einsatzfall jederzeit vorbereitet sein", erklärte Wolfgang Hettegger, Vorstand vom Snow Space Salzburg.

Unzählige Retter aus der Region bei Großübung

Die anspruchsvolle Bergeübung wurde bei der 8er-Gondelbahn Grafenberg-Express 1, der 6er-Sesselbahn Grafenberg-Express 2 und der 6er-Sesselbahn Sonntagskogel 3 durchgeführt. Der Großalarmierung folgten die Bergrettungsorganisationen aus Flachau, Wagrain, St. Johann und Altenmarkt sowie die Freiwilligen Feuerwehren Flachau, Eben, Altenmarkt, Wagrain, St. Johann und der Löschzug aus Reitdorf. "Die simulierte Großalarmierung ist eine ideale Möglichkeit, um das Zusammenspiel zwischen unseren Mitarbeitern und den Einsatzkräften zu erproben und die Abläufe weiter zu optimieren – entlang der Seilbahntrasse, als auch bei der Versorgung im Tal", sagte Gesamteinsatzleiter Harald Pfeifenberger, Betriebsleiter in Flachau.

Der Einsatz wurde zusätzlich von Heli Austria, der Alpinpolizei St. Johann und Ärzten sowie Rettungshelfern des Roten Kreuzes unterstützt. Mit einem Hubschrauber vom Typ MD 902 wurden die Bergetrupps an die zugewiesenen Stützfelder befördert und eine Bergung aus den Seilbahnkabinen in ausgewählten Bereichen durchgeführt. Das Rote Kreuz brachte bei der Erstversorgung das Leitsystem für die Geborgenen, das Betroffenen-Informationszentrum und das Krisen-Interventionsteam zum Einsatz. Die Registrierung der geborgenen Personen wurde von der Alpinpolizei St. Johann vorgenommen.

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