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Tödlicher Lawinenabgang in Obertauern: Burgstaller meldet sich zu Wort

Nachdem am Mittwoch ein Lawinen-Experte bei einem Lawinenabgang in Obertauern getötet worden war, äußert sich nun Landeshauptfrau Burgstaller zu dem Unglück.

Bei einem Lawinenabgang in Obertauern wurde am Mittwochvormittag ein 44-jähriger Mitarbeiter der Lawinenwarn-Kommission getötet. Dabei dürfte der 44-Jährige das tödliche Schneebrett selbst ausgelöst haben. Für den zweifachen Vater kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Auf tragische Weise bringt der Lawinentod eines Mitglieds der Lawinenwarnkommission ins Bewusstsein, welch verantwortungsvolle und sehr oft lebensgefährliche Aufgabe viele Menschen im Dienst der Sicherheit der Allgemeinheit ausüben", reagierte Salzburgs Katastrophenschutz-Referentin Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Mittwoch betroffen auf das Lawinenunglück in Obertauern.

Lawinenwarnkommission riskiert ihr Leben

Das Mitgefühl gelte nun den Angehörigen und den Kameraden des Verunglückten, so Burgstaller weiter. "Die Mitglieder der Lawinenwarnkommissionen und der Bergrettung leisten einen unglaublich wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Landes. Auch wie das heutige Beispiel uns auf härteste Weise vor Augen führt, unter Einsatz ihres Lebens", sagte Gabi Burgstaller. Gerade in einem sehr stark vom Wintertourismus geprägten Land wie Salzburg sei diese ehrenamtliche Aufgabe trotz modernster Technik aber weiter unverzichtbar, da von den Mitgliedern der Lawinenwarnkommissionen auch persönliche Erfahrungen in die Beurteilung der Lawinengefahr einfließen.

„Mitglieder verdienen höchsten Respekt“

Burgstaller weiter: "Der Druck auf die Kommissionen ist oft sehr stark, da viele Menschen – Gäste wie Einheimische – kein Verständnis zeigen, wenn Straßen oder Skipisten wegen Lawinengefahr gesperrt werden müssen. Diesem Druck müssen die Mitglieder der Lawinenwarnkommissionen im Sinne der Sicherheit standhalten. Andererseits müssen sie aber, wie verschiedene Gerichtsverfahren in den vergangenen Jahren gezeigt haben, auch damit rechnen, bei einer Fehleinschätzung oder zu frühen Freigabe einer Straße oder Piste strafrechtlich belangt zu werden. Dass sich trotzdem immer wieder Männer und Frauen finden, die sich dieser Aufgabe stellen, verdient höchsten Respekt." Diesen Respekt und ihre Wertschätzung für die Tätigkeit von Lawinenwarnkommissionen und Bergrettung wird Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Abend in der Salzburger Residenz auch persönlich aussprechen, wenn sie zahlreiche verdiente, langjährige Mitglieder von Lawinenwarnkommissionen für ihren Einsatz für die Sicherheit auszeichnet.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.08.2019 um 07:22 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pongau/toedlicher-lawinenabgang-in-obertauern-burgstaller-meldet-sich-zu-wort-59317951

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