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Muren und Überflutungen

Zahlreiche Unwetter-Einsätze in Salzburg

Mehr als 500 Floriani im Dauereinsatz

Ein heftiges Unwetter hat in der Nacht auf Freitag im Tennengau, Pinzgau und Pongau zahlreiche Einsatzkräfte gefordert. 16 Feuerwehren und insgesamt 512 Floriani waren mit dem Auspumpen von Gebäuden, Lösen von Verklausungen und Beseitigen von Muren beschäftigt. Eine Mure verlegte auch die Gleise der Tauernbahn in Bad Hofgastein (Pongau), die Strecke soll am Montag wieder befahrbar sein.

Bad Hofgastein, Bad Gastein, Mittersill

Ein starkes Gewitter mit Hagel und Regen hat im Gasteinertal zu Vermurungen in Bad Hofgastein geführt. Laut Polizei trat der Wiedner-Almbach im Bereich der Bahngleise über die Ufer. Auf einer Länge von rund 400 Metern wurden beide Streckengleise durch Geröll verlegt und teilweise unterspült.

Montagfrüh soll die Strecke voraussichtlich wieder freigegeben werden können. Die Bahnverbindung musste deshalb gesperrt werden. Zwischen Bad Hofgastein und Bad Gastein wurde deshalb ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Bad Hofgastein: Wiedner Almbach tritt über Ufer

Doch nicht nur die Bahngleise wurden überflutet, auch Keller und Tiefgaragen wurden mit Wasser angefüllt. Insgesamt 13 Keller und fünf Tiefgaragen haben die Floriani in Bad Hofgastein ausgepumpt. "Der Wiedner Bach ist über die Ufer getreten und hat einige landwirtschaftliche Gebäude beschädigt. Neben überfluteter Keller gab es noch einige Altlasten vom letzten Hochwasser im Herbst aufzuarbeiten", gab Feuerwehrkommandant Herbert Lainer gegenüber SALZBURG24 an. 55 Floriani waren bis 6 Uhr gefordert.

50 Menschen evakuiert

Weil der Scheiblingbach in Bad Gastein über die Ufer trat, wurden im Ortsteil Badbruck 16 Häuser evakuiert. "Dabei wurde eine Brücke weggerissen", teilt die Feuerwehr Bad Gastein auf SALZBURG24-Anfrage mit. 50 Menschen wurden deshalb in Notquartieren untergebracht. 26 Bewohner wurden in einem Hotel untergebracht, 24 weitere fanden bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf. Freitagvormittag ging der Wasserstand im Scheiblingbach bereits zurück. "Wenn es gut geht, können die Leute heute wieder in ihre Häuser zurück", schildert Feuerwehrkommandant Herbert Stöckl der APA.

Acht Häuser abgeschnitten

Auf jeden Fall müssen seinen Angaben zufolge die beiden Bachsperren rasch ausgebaggert werden, weil diese mit Geschiebe gefüllt wurden.Wie lange die Evakuierung dauern wird, ist derzeit noch unklar. Die Feuerwehr Bad Gastein war mit 35 Mann im Einsatz. Durch die weggerissene Brücke sind acht Häuser derzeit abgeschnitten, die Bewohner können nur zu Fuß ins Zentrum gelangen.

+++Einsatz 19/2020+++ 02.07. 23:49 Uhr: HOCHWASSER! Aufgrund massiver Niederschläge stieg der Pegel der Großarler Ache...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Großarl am Donnerstag, 2. Juli 2020

Überflutungen in Mittersill

Starken Regen brachte ein Gewitter auch in Mittersill (Pinzgau). Die Regenmassen waren so stark, dass die Pass-Thurn-Bundesstraße an mehreren Stellen überflutet wurde. Die Wassermassen trafen auch ein Hotel auf der Passhöhe. Das Erdgeschoss sowie Teile des Kellers wurden überflutet. Dabei entstand erheblicher Sachschaden.

20 Keller in Abtenau geflutet

Ein starkes Gewitter überschwemmte gestern auch in Abtenau (Tennengau) die Keller von 20 Gebäuden. Teilweise stand das Wasser bis zu einem halben Meter tief. Die FF Abtenau und der Löschzug Voglau standen mit 83 Feuerwehrleuten stundenlang im Einsatz.

Insgesamt vermeldete das Landesfeuerwehrkommando 101 Unwettereinsätze.

Pegelstände der Salzach an Meldegrenze

Zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gab es in den südlichen Landesteilen in der Nacht auf Freitag. Das berichtet das Land Salzburg in einer Aussendung. Die Durchflüsse der oberen und mittleren Salzach lagen demnach zwischen der Melde- und Warngrenze. Ab Mitternacht wurde hier ein starker Anstieg beobachtet, der vor allem von den Zubringern der Salzach ausging. Das betraf im Oberpinzgau etwa die Felber Ache, im Pongau die Gasteiner Ache und die Großarler Ache.

Die Prognose ist derweil allerdings positiv: Die Wasserstände seien bereits zurückgegangen. Ihr höchstes Niveau werden die Pegelstände der Salzach im Tennen- und Flachgau am Vormittag erreichen. In der Stadt Salzburg rechnet man gegen Mittag mit einem Überschreiten der Meldegrenze. Die allgemeine Hochwassersituation schätzen die Experten allerdings als "wenig kritisch" ein.

(Quelle: SALZBURG24)

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