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Wanderer flüchten vor "Bären" auf Hochstand

Die Urlauber missinterpretierten das Röhren eines Hirsches. (Symbolbild) APA/dpa/Archiv
Die Urlauber missinterpretierten das Röhren eines Hirsches. (Symbolbild)

Zu einem "bärigen" Einsatz der Bergrettung ist es am Dienstagabend in Bad Gastein (Pongau) gekommen. Zwei Wanderer hatten sich in der Dunkelheit im Palfnergraben verirrt. Sie flüchteten auf einen Hochstand, nachdem sie das Röhren eines Rothirsches mit dem Brüllen eines Bären verwechselt hatten. Die Urlauber wurden von Bergrettern geborgen und unverletzt ins Tal gebracht.

Die Wienerin und der Vorarlberger hatten die Palfner Hochalm erst um 19.00 Uhr erreicht, wie die Salzburger Bergrettung am Mittwoch in einer Aussendung informierte. Beim Abstieg verstiegen sie sich und gelangten in den unwegsamen Graben. Weil das Paar bereits vermisst wurde, rückten um 20.30 Uhr neun Bergretter der Ortsstelle Bad Gastein zu einer Suchaktion aus. Sie entdeckten die Wanderer um 21.50 Uhr auf dem Jägerstand. Das Brüllen des vermeintlichen Bären, das die beiden in Angst und Schrecken versetzt hatte, stellte sich als Liebeswerben eines Rothirsches heraus.

Frühere Dämmerung bei Herbstwanderungen bedenken

"Berggeher sollten grundsätzlich rechtzeitig zu Wanderungen und Bergtouren aufbrechen. Besonders mit der beginnenden Herbstzeit muss die früher einsetzende Dämmerung unbedingt mit in die Tourenplanung einbezogen werden", erklärte der Pongauer Bezirksleiter-Stellvertreter Gerhard Kremser. "Und natürlich auch, dass manches Brüllen einfach nur ein Liebeswerben in der Brunftzeit sein kann", ergänzte der Bergretter mit einem Augenzwinkern.

(APA)

Aufgerufen am 19.12.2018 um 10:41 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pongau/wanderer-fluechten-vor-baeren-auf-hochstand-60232828

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