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Kiloweise Suchtmittel gedealt

Großer Pongauer Drogenring gesprengt

Illegale Geschäfte in Salzburg in Millionenhöhe

In großem Stil mit Suchtmittel gedealt haben soll eine 13-köpfige Bande aus dem Pongau. Die Männer sollen im Zeitraum von März 2019 bis Juli 2020 Drogen im Gesamtwert von 3,2 Millionen Euro verkauft haben. Nun hat ihnen die Polizei in einer groß angelegten Aktion das Handwerk gelegt.

Die Suchtmittel sollen im Tatzeitraum an Rund 160 Abnehmer im Pongau, Pinzgau, der Stadt Salzburg sowie in Braunau verkauft worden sein. Die Polizei konnte den Tätern bei Kurierfahrten von Villach nach St. Johann insgesamt mehr als acht Kilo Cannabiskraut mit einem Einkaufspreis von 34.000 Euro nachweisen.

Am 1. Juli 2020 erfolgten internationale, koordinierte Festnahmen und Hausdurchsuchungen im Bundesland Salzburg, im Raum Braunau, in Slowenien und in Italien. In Österreich gab es elf Festnahmen und 15 Durchsuchungen. Bei diesen wurden Suchtmittel mit einem Gesamtwert von mehr als 110.000 Euro sichergestellt, darunter rund 4,7 Kilo Amphetaminpulver, knapp 800 Gramm Cannabiskraut, etwa 84 Gramm Kokain, weiters 5.000 Euro Bargeld, verbotene Waffen – darunter nicht registrierte Faustfeuerwaffen und Schlagringe – sowie ein Pkw.

Wöchentlich ein Kilo Drogen in Salzburg verkauft

Die Polizei geht davon aus, dass pro Woche mindestens ein Kilo verschiedener Suchtmittel im Bundesland Salzburg verkauft worden ist. Von März 2019 bis Juli 2020 soll die Tätergruppe etwa 15 Kilo Kokain, 30 Kilo Speed, 100 Kilo Cannabiskraut und zwei Kilo Heroin mit einem Gesamtwert von 3,2 Millionen Euro verkauft haben.

Die Haupttäter bedienten sich mehrerer sogenannter "Läufer", die für die Gruppe Suchtmittel verkauften. Bei den Zwischenhändlern setzten die Täter ihre Forderungen mit illegalen Faustfeuerwaffen durch, um so die offenen Suchtmittelschulden einzutreiben.

Bandenmitglieder international gesucht

Bei den Tätern handelt es sich um zwei Österreicher (22 und 25 Jahre alt), sechs Bosnier (18, 21, 23, 29, 34 und 40 Jahre alt), zwei Kroaten (27 und 36 Jahre alt), einen Kosovaren (34), einen Serben (25) und einen Mazedonier (28). Zwei der Haupttäter, der 36-jährige Kroate und der 25-jährige Mazedonier, befinden sich seit 1. Juli 2020 in Untersuchungshaft. Drei weitere Haupttäter, der 40-jährige bosnische Kopf der Bande und zwei weitere Bosnier (23 und 29 Jahre alt), sind auf der Flucht und werden mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Weil der Großteil der Tätergruppe während des Tatzeitraumes auch Unterstützung durch das AMS und Notstandshilfe bezogen hat, werden sie zusätzlich wegen Sozialbetruges angezeigt.

(Quelle: SALZBURG24)

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