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Porsche Holding soll als VW-Tochter eigenständig bleiben

Die seit 1.März vom VW-Konzern übernommene Porsche-Holding soll ihre Eigenständigkeit und ihr Geschäftsmodell behalten.

Die Porsche Holding Salzburg, die seit 1. März offiziell Bestandteil des VW-Konzerns ist, soll ihre Eigenständigkeit und ihr Geschäftsmodell behalten und zusätzliche Arbeitsbereiche bekommen, sagten drei Vorstandsmitglieder des Wolfsburger Konzerns am Montag.

Konzernchef Martin Winterkorn, Vertriebschef Christian Klingler und Finanzvorstand Dieter Pötsch waren nach Salzburg gekommen, um über die Zukunft des jüngsten Tochterbetriebs zu sprechen.

Wie berichtet hatte VW per Anfang März die Porsche Holding Salzburg (12,8 Mrd. Euro Umsatz, 20.900 Mitarbeiter) übernommen. Der Kaufpreis für den von den Familien Piech und Porsche verkauften größten privaten Autohändlers Europas betrug brutto 3,3 Mrd. Euro. Die Eigentümerfamilien benötigen den Erlös, um bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung der Porsche SE mitziehen zu können.

Winterkorn und Klingler lobten die Porsche Holding in den höchsten Tönen und versicherten, dass die Salzburger Holding ihr Geschäftsmodell behalten solle, auch die bisherige Geschäftsführung werde beibehalten. Laut Klingler könnten die Zuständigkeiten des auch in Osteuropa stark vertretenen Unternehmens erweitert werden und so neue Jobs entstehen. Die Tochterbetriebe berichten wie gehabt an Salzburg, Salzburg selbst an den Konzernvorstand in Wolfsburg. Weitere Details gab es nicht.

"Der Schritt ist eine Zäsur, obwohl wir seit 64 Jahren eng mit VW verbunden sind. Jetzt sind wir Teil des Konzerns", sagte Wolf-Dieter Hellmaier, Sprecher der Holding-Geschäftsführung. Der Verkauf der Porsche Holding ist Voraussetzung der Kapitalerhöhung der Stuttgarter Porsche Automobilholding SE, deren Details über das vergangene Wochenende bekanntgegeben wurden. Von dem Erlös, den die Nachkommen des Gründervaters Ferdinand Porsche lukrieren können, werden 2,25 Mrd. Euro in die Porsche SE fließen. Die Familien Porsche und Piech behalten damit - zusammen mit ihrem 10-Prozentpartner Emirat Katar - die unumschränkte Kontrolle über Porsche. Zusammen mit den Arabern verfügen sie auch künftig über 100 Prozent der Stimmrechtsaktien.

Endziel ist ein integrierter Autokonzern mit zehn Marken, Porsche inklusive. Ob eine Fusion heuer noch gelingen könnte, sei zu 50 Prozent unsicher, sagte VW-Finanzvorstand Dieter Pötsch. Notfalls werde es eine enge Verschränkung geben, dass es zu einem operativ integrierten Konzern kommen werde, sei aber "absolut sicher". (APA)

(Quelle: S24)

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