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Was tun bei Prüfungsangst?

So kommt keine Panik vor Tests auf

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Die Angst vor der anstehenden Prüfung kann auch den Alltag beeinflussen (SYMBOLBILD).

Das Herz rast, die Hände zittern, Schweißperlen sammeln sich auf der Stirn: Wer von Prüfungsangst geplagt wird, durchlebt als Schüler oder Studierender schwere Zeiten. Warum man Prüfungsangst bekommt, wieso diese häufig sogar in den Alltag hineinspielt – und wie man die innere Unruhe loswird, erklärt Psychologin Ursula Herka von der Universität Salzburg.

Das Semester nähert sich seinem Ende. Für Salzburgs Studierende sowie Schülerinnen und Schüler geht es derzeit darum, die letzten Prüfungen erfolgreich hinter sich zu bringen, um dann die wohlverdienten Ferien zu genießen. Doch vor dem Test oder der Schularbeit tritt sie auf: Prüfungsangst. Warum wir unter dieser leiden, kann verschiedene Gründe haben: „Oft hat es mit Konkurrenz- oder Erfolgsdruck zu tun. Viele haben das Gefühl, nur etwas wert zu sein, wenn sie etwas leisten“, erläutert Herka.

Stresssituation für den Körper

Prüfungsangst äußert sich im Körper als Stressreaktion, die unterschiedliche Symptome zeigen kann: „Manche können nicht mehr schlafen, weil die Gedanken kreisen. Mache fühlen sich körperlich angeschlagen, erleben Blackouts und Aufmerksamkeitsstörungen“, berichtet die Expertin. Auch der Alltag bleibt von der Angst nicht unberührt: „Dinge, die sonst gut klappen, funktionieren plötzlich nicht mehr. Man vergisst den Schlüssel, verliert das Handy oder verpasst den Bus“, so Herka weiter.

 

Auch für den Lernerfolg ist die Angst mehr hinderlich als nützlich: „Häufig kann man nicht mehr sinnerfassend lesen. Dinge, die man daheim noch gekonnt hat, weiß man in der Schule oder an der Uni nicht mehr“, erzählt die Psychologin.

Prüfungsangst: Expertin gibt Tipps

Herka hat einige Ratschläge für all jene, die unter Prüfungsangst leiden:

  • Rechtzeitig beginnen

„Es ist wichtig, sich auch innerlich auf das Thema richtig einzustimmen. Das heißt, gedanklich in das Lernthema einzutauchen, Freundschaft damit zu schließen anstatt auf Widerstand zu gehen.“

  • Mit allen Sinnen lernen

„Mit Farben arbeiten, wichtige Passagen herausschreiben, Lernpartnerschaften bilden und bei diesen Themen aufteilen und sich gegenseitig näherbringen, ist ebenso ratsam.“

  • Andere Herangehensweise wählen

„Man sollte sich fragen: Was ist denn der Worst Case, der eintreten kann? Oft steigert man sich zu sehr in die Situation hinein, obwohl es nur um eine Note geht. Ein Fünfer ist zwar blöd, aber die Welt geht nicht unter.“

  • Prüfung zuhause simulieren

„Ein weiterer Trick: Fragen rausschreiben, auf die Uhr schauen und die Prüfung zuhause vorab simulieren. Bei mündlichen Prüfungen sich von jemand anderem abfragen lassen.“

  • Zahlen gegen Gedankenkarussell

„Wenn die Gedanken vor dem Einschlafen kreisen, hilft es von 100 rückwärts bis 0 zu zählen. Am besten in Zweier- oder Dreierschritten und in einer anderen Sprache. So lenkt man sich ab.“

  • Bewusstes Atmen

„Mittels Atem- oder Entspannungstechniken kann man sich ebenfalls beruhigen. Zum Beispiel beim so genannten Breathwalking: Hier kontrolliert man ganz bewusst während des Gehens seine Atmung. Drei Schritte lang einatmen und nach einer Atempause fünf Schritte lang ausatmen. Wichtig ist hierbei, länger auszuatmen als einzuatmen.“

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 07:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pruefungsangst-das-kann-ich-tun-82329031

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