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Auch Deutschland kontrolliert

Punktuell Wartezeiten wegen Grenzkontrollen

Knapp eine Stunde Zeitverlust am Walserberg

Die mit heute verschärften Grenzkontrollen Österreichs zu allen Nachbarländern haben punktuell für Wartezeiten bei der Einreise geführt, aber keine großen Staus verursacht. Am Walserberg gab es gegen Mittag rund 50 Minuten Wartezeit.

Am meisten Geduld brauchten Lenker auf der Westautobahn (A1) in Fahrtrichtung Salzburg beim Grenzübergang Walserberg. Wegen der Corona-Einreisebestimmungen kam es dort zu einem Rückstau, der an seinem Höhepunkt 50 Minuten Zeitverlust bedeutete, berichtete der ÖAMTC auf APA-Anfrage.

Wartezeiten auch in Spielfeld

Längere Fahrzeiten musste man auch auf der Pyhrnautobahn (A9) in Fahrtrichtung Graz beim Grenzübergang Spielfeld hinnehmen. Dort könne man aber eher von reinen Verzögerungen als von echtem Stau reden, meinte Gilles Dittrich vom ÖAMTC. Stehzeiten, wenn auch nicht in großem Ausmaß, seien auf der Ostautobahn (A4) sowie auf der B10 und der P71 am Grenzübergang Nickelsdorf durch die verstärkten Kontrollen entstanden. Der Rückstau habe aber nur knappe zwei Kilometer betragen. Sonntagabend habe es dort - wegen des auch sonst üblichen erhöhten Verkehrsaufkommens um diese Zeit durch Wochen-Pendler - jedenfalls mehr Stau gegeben als Montagfrüh.

Wartezeiten seien für die Verkehrsteilnehmer und speziell Tagespendler natürlich unangenehm. "Für den ersten Tag läuft es so weit aber grundsätzlich gut", sagte Gilles Dittrich.

Österreich verschärft Kontrollen zu allen Nachbarländern

Gleichzeitig mit den Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen im Inland hat Österreich ab Montag die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern intensiviert. An den Grenzen zu Deutschland, Italien und der Schweiz sollen die bisher stichprobenartigen Kontrollen massiv verstärkt werden, um Reisebewegungen auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Einhaltung der Corona-Maßnahmen besser überwacht werden könne, hatte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt.

An den Grenzen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei gab es bereits bisher fixe Grenzkontrollen.

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Reisebewegungen sollen laut Innenminister Karl Nehammer auf das absolute Minimum reduziert werden. (SYMBOLBILD)

Österreich verschärft Grenzkontrollen

Parallel zur Lockerung des Lockdowns verschärft Österreich die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern. Ab dem morgigen Montag sollen die Grenzkontrollen massiv intensiviert werden, wie das …

Auch Deutschland verstärkt Kontrollen an Grenze

Auch Deutschland verstärkte am Montag seinerseits die Grenzkontrollen. "Wir haben unsere Kräfte verstärkt und die Kontrollen dort nochmals intensiviert", sagte der Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Rosenheim, Rainer Scharf, am Montag laut dpa. Bereits seit Freitag seien mehr Beamte im Grenzgebiet unterwegs, sagte der Sprecher. Einreisende würden weiter stichprobenartig überprüft. Die Beamten stellten dabei immer wieder Verstöße fest.

 Alle nach Österreich Einreisenden müssen sich registrieren und eine zehntägige Heimquarantäne antreten, die frühestens nach fünf Tagen durch Freitesten durchbrochen werden kann. Ab Mittwoch müssen Einreisende außerdem ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen. Auch Pendler müssen sich ab Mittwoch registrieren und einmal pro Woche einem Corona-Test unterziehen.

(Quelle: APA)

Österreich verschärft Grenzkontrollen

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Reisebewegungen sollen laut Innenminister Karl Nehammer auf das absolute Minimum reduziert werden. (SYMBOLBILD)

Parallel zur Lockerung des Lockdowns verschärft Österreich die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern. Ab dem morgigen Montag sollen die Grenzkontrollen massiv intensiviert werden, wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) habe dazu am frühen Nachmittag mit seinem deutschen Amtskollegen Horst Seehofer (CSU) telefoniert, hieß es. Auch mit anderen Amtskollegen würden Gespräche folgen.

Reisebewegungen auf Minium reduzieren

Reisebewegungen sollen auf das absolute Minimum reduziert werden, erklärte Nehammer in einer Stellungnahme. "Denn es gibt nur wenige Ausnahmen von Reisen, die wirklich unbedingt notwendig sind. Wir ziehen das Netz der Kontrollen an den Grenzen jetzt deutlich dichter und verschärfen damit den Kontrolldruck, um die Einhaltung der Covid-Maßnahmen zu überwachen", so der Innenminister. Die Grenzkontrollen würden "als Wellenbrecher für Infektionsketten, die gerade durch neue Virusmutationen immer gefährlicher werden" dienen.

Deutschland kritisiert Lockerungen in Österreich

Zuvor hatte es am Wochenende Kritik aus Deutschland an den Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab Montag in Österreich gegeben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete "die Kombination aus Mutation und einer überstürzten Lockerung" in Österreich als schlechtesten Weg. Der CSU-Generalsekretär Markus Blume warf Österreich und Tschechien in der "Bild am Sonntag" vor, "mit ihrer unverantwortlichen Öffnungspolitik unsere Erfolge in Deutschland" zu gefährden.

Nehammer spricht mit Seehofer

Nehammer berichtete am Sonntag von einem positiven Gespräch mit dem ebenfalls aus Bayern stammenden deutschen Innenminister Horst Seehofer. "Danke an Innenminister Horst Seehofer für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in dieser besonders herausfordernden Zeit", erklärte Nehammer danach. Auch mit Innenminister der anderen Länder soll es noch Gespräche geben.

Auch Bayern will verstärkt kontrolliert

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann stellte indes ebenfalls eine Verschärfung der Grenzkontrollen in Aussicht. Er habe eine verstärkte Schleierfahndung bei Grenzpendlern, Grenzgängern und Reiserückkehrern angeordnet, sagte Herrmann dem Münchner Merkur (Montag). Auch werde Bayerns Grenzpolizei verstärkt durch zusätzliche Einheiten der Bereitschaftspolizei.

"Die Corona-Lage ist immer noch sehr brenzlig, gerade mit Blick auf die hochansteckenden Corona-Mutationen", betonte Herrmann laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Daher müssen wir sehr genau die Einhaltung der strengen Corona-Einreiseregeln überwachen, vor allem an den Grenzen zu Tschechien und Österreich sowie auch an den Flughäfen."

Grenzkontrollen werden ab Montag massiv intensiviert

Während es an der österreichischen Grenze zu Ungarn und Slowenien bereits seit der Flüchtlingskrise 2015 ständige Grenzkontrollen gibt und seit einem Monat auch gegenüber Tschechien und der Slowakei wegen der hohen Infektionszahlen dort verstärkt kontrolliert wird, gab es an den Grenzen zu Deutschland, Italien, Schweiz und Lichtenstein bisher nur stichprobenartige Kontrollen. Diese sollen ab Montag massiv intensiviert werden. Die Grenzkontrollen sollen laut Innenministerium von den Polizeieinheiten in guter Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden der Nachbarländer abgewickelt werden.

Einreiseregeln verschärft

Die Einreiseregeln waren erst vergangene Woche verschärft worden. So müssen sich alle nach Österreich Einreisenden nun registrieren und ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen. Weiterhin gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, die frühestens nach fünf Tagen durch Freitesten durchbrochen werden kann.

Pendler müssen ein Mal pro Woche zum Test

Auch Pendler müssen sich ab Mittwoch registrieren und ein Mal pro Woche einem Corona-Test unterziehen. Für die sogenannte "Vorabanmeldung" hat die österreichische Regierung im Internet ein eigenes Formular ("Pre-Travel-Clearance (Pendler)") eingerichtet, das am Sonntag bereits abrufbar war. Die Registrierung für Pendlerinnen ist bis zu sieben Tage lang gültig.

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