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Raketen und Böller

Was bei Schäden am Auto zu tun ist

Wer kommt für Schäden auf?

20191105_PD12217.HR.jpg AFP/YE AUNG THU/Archiv
Durch Raketen und Böller kommt es zum Jahreswechsel häufig zu Schäden an Autos. (SYMBOLBILD)

Nach der Stillen Zeit wird es wieder laut: Die Tage um Silvester werden vermehrt Raketen und Böller abgeschossen. Dabei werden jedes Jahr auch Autos beschädigt.

Doch wer muss bei Schäden durch Feuerwerke am Auto zahlen? "Prinzipiell muss derjenige den Schaden ersetzen, der diesen verursacht hat", erklärt Martin Echsel von der ARBÖ Rechtsabteilung in einer Aussendung. "Zumeist besteht das Problem aber darin, dass man in der Silvesternacht anderes tut, als permanent sein Fahrzeug im Auge zu behalten, um Übeltäter dingfest zu machen. Daher kann der Schädiger oft nicht ausfindig gemacht werden und man bleibt auf seinem Schaden sitzen", erläutert der Jurist weiter.

Versicherung überprüfen

Im Ernstfall kommt es darauf an, ob eine Versicherung besteht. Ist kein Schädiger bekannt, greift möglicherweise eine Voll- oder Teilkaskoversicherung in der ein entsprechender Schadensfall berücksichtigt wird. Daher sollte man zuerst in seinen Versicherungsbedingungen nachlesen, ob gegen solche Schäden ein Versicherungsvertrag abgeschlossen wurde. Besteht eine Versicherung gegen Vandalismus, sollte im Schadensfall so rasch als möglich die Versicherung informiert werden.

Schäden an Lack und Windschutzscheibe

Um einem Schaden vorzusorgen, sollte ein ruhigeres, sicheres Plätzchen gewählt werden. "Vor allem sogenannte Blindgänger können Schäden am Lack oder auf der Windschutzscheibe verursachen", sagt Peter Schmid, Cheftechniker beim ÖAMTC Salzburg. "Wichtig ist, diese so rasch wie möglich auszubessern. Damit kann man einer größeren Glasreparatur und Rostschäden vorbeugen."

Lackschäden rasch behandeln

Wurde der Lack beschädigt, sollten die Schäden rasch behandelt werden, bevor Rost die Karosserie angreifen kann. Zur Reparatur kleinerer Schäden eignet sich am besten Tupflack. Den gibt es bei den entsprechenden Vertragswerkstätten in jeder Farbe. Vor der Korrektur muss der Untergrund gründlich gereinigt und die beschädigte Stelle danach mit dem Lack gut abgedeckt werden. "Damit ist der Lackschutz zu 100 Prozent wieder hergestellt. Optisch ist diese Reparatur jedoch nicht perfekt. Da müsste man einen Fachbetrieb aufsuchen", rät der ÖAMTC-Techniker.

Pflaster bei Schäden an Windschutzscheibe

Für eine beschädigte Windschutzscheibe empfiehlt Schmid als Erste Hilfe ein Steinschlagpflaster, das es gratis an jedem ÖAMTC-Stützpunkt gibt. "Das Pflaster wird unmittelbar nach dem Schaden auf die Bruchstelle der Windschutzscheibe geklebt. So kann sich kein Schmutz und keine Nässe in der Bruchstelle ansammeln", so der ÖAMTC-Techniker. Danach verhindert eine möglichst rasche Reparatur durch die Versiegelung mit Kunstharz, dass sich Risse in der Scheibe bilden. Hohe Reparaturkosten oder gar ein Scheibentausch, der bis zu 1.000 Euro ausmacht, können so verhindert werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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