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Was Kroatien-Urlauber jetzt wissen sollten

Reisewarnung-Hinweise für Rückkehrer und Einreisende

SB: Kroatien, Urlaub, Corona, APA/AFP/DENIS LOVROVIC
Wer trotz Reisewarnung nach Kroatien fahren will, für den gelten seit heute eine ganze Reihe neuer Coronavirus-Maßnahmen.
(ARCHIVBILD)

Die seit heute geltende Reisewarnung für Kroatien dürfte die Urlaubsplanung von vielen Salzburgerinnen und Salzburgern ordentlich durcheinander wirbeln. Wir zeigen hier auf, was Einreisende und Rückkehrer nun beachten sollten.

Um Mitternacht ist eine vom Außenministerium verhängte Reisewarnung für Kroatien in Kraft getreten, die seitens der Regierung zur Eindämmung der Weiterverbreitung des Coronavirus für erforderlich gehalten wird.

Darf ich noch nach Kroatien einreisen und dort Urlaub machen?

Ja, denn "eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot", sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Wochenende. Es sei vielmehr "ein Appell, ein dringender Aufruf an die Eigenverantwortung". Urlaubern, die im Moment in Kroatien sind, empfiehlt Schallenberg zurückzukehren. Wer sich noch in Kroatien befinde, sollte jedenfalls Vorsicht walten lassen. Schätzungen zufolge befanden sich noch am Wochenende rund 40.000 Touristen aus Österreich in Kroatien. Die meisten davon waren in den Regionen Istrien, Primorje-Gorski Kotar und Zadar.

Rückreise von Kroatien nach Österreich

Komme ich problemlos wieder zurück nach Österreich?

Bei der Einreise nach Österreich ist ab heutigen Montag ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorzulegen, welches einen negativen PCR-Test bestätigt, der nicht älter als 72 Stunden zurückliegen darf. Wenn ein solcher Nachweis nicht erbracht werden kann, müssen Reisende innerhalb von 48 Stunden einen Test veranlassen und sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses in Heim-Quarantäne begeben.Wer einen Corona-Test verweigert, muss für zehn Tage in Quarantäne. Am letzten Freitag hat das Gesundheitsministerium zudem verstärkte und verbesserte gesundheitsbehördliche Kontrollen an den Grenzen zu Italien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn angeordnet.

Für Durchreisende gilt diese Regelung aber nicht, für den Transitverkehr gibt es keine eigenen Auflagen. Es muss jedoch glaubhaft versichert werden, nur auf der Durchreise zu sein.

Wo kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen?

Entweder könnt ihr euch noch in Kroatien oder erst wieder in Österreich testen lassen. In Kroatien müsst ihr einen Test bei einem anerkannten Labor machen. Eine vom Außenministerium veröffentliche Liste mit zertifizierten Einrichtungen könnt ihr HIER abrufen. Wenn ihr noch im Urlaub seid und schon Symptome zeigt, wird dazu geraten, die Notrufnummer 112 zu rufen.

Hierzulande gibt es mehrere Labors, die PCR-Tests anbieten (fünf im Land Salzburg). Die meisten Angebote liegen zwischen 100 und 150 Euro. Die jeweiligen Preise können jedoch schwanken. Eine Liste aller Labors hat das Gesundheitsministerium hier zusammengestellt:  PDF: Laborliste.pdf

Kroatien-Urlauber, die vom 7. August bis gestrigen Sonntag (16. August) nach Salzburg zurückgekehrt sind, können sich ab heutigen Montag gratis auf das Coronavirus testen lassen – auch wenn keine Symptome vorliegen. Dafür ruft ihr einfach die Hotline 1450 an.

Muss ich mit Konsequenzen auf meinem Arbeitsplatz rechnen?

Wenn jemand trotz der Reisewarnung nach Kroatien reisen sollte, der bekommt im Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus für den Krankenstand am Urlaubsort in der Regel keine Entgeltfortzahlung. Laut Arbeiterkammer sei das aber kein Entlassungsgrund.

Wo gelten aktuell noch Reisewarnungen?

Mit der neuen Einreiseverordnung ist Kroatien nun gleich eingestuft wie andere Länder des Balkans. Die gleichen Bestimmungen gelten auch für Rückkehrer aus Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien.

Österreich hat aktuell mehr als 30 Länder mit einer Reisewarnung belegt. Alle Reisewarnungen werden vom Außenministerium HIER aufgelistet.

Ist mit weiteren Reisewarnungen zu rechnen?

Ja, erst am Freitagabend hat Außenminister Schallenberg in der "ZiB 2" weitere Coronavirus-Reisewarnungen nicht ausgeschlossen: "Wir sind uns bewusst, dass wir für viele Österreicher Probleme schaffen", meinte Schallenberg hinsichtlich der eingeschränkten Reisefreiheit.

Es sei aber auch Eigenverantwortung gefragt. "Die Österreicher müssen sich bewusst sein, dass sie eine besondere Verantwortung haben, wenn sie momentan ins Ausland fahren." Es handle sich zudem bei einer möglichen Gefährdung anderer "um kein Kavaliersdelikt".

(Quelle: SALZBURG24)

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