Jetzt Live
Startseite Salzburg
Über 500.000 Euro ausbezahlt

Salzburgs Reparaturbonus boomt

Corona verdoppelt Geschäft der Computer-Docs

PC, Laptop, Reparatur, Comuter Pixabay
Die Reparaturservices bei Handy, Laptop und Co boomen.

Reparieren statt wegwerfen – das scheint in Salzburg immer mehr Trend, zeigt die Bilanz nach einem Jahr Reparaturbonus. Verstärkt durch die Corona-Pandemie werden jetzt zusätzlich auch immer mehr verstaubte Laptops und Co arbeitsfit gemacht. Das Geschäft der Computer-Docs boomt.

Ein Jahr ist er nun alt, der Reparaturbonus des Landes Salzburg. Mit der Förder-Aktion kann jeder private Haushalt bis zu 100 Euro jährlich für Reparaturen alter oder kaputter Gegenstände in Anspruch nehmen kann. In den letzten zwölf Monaten wurden bis dato exakt 7.039 Anträge bearbeitet – das entspricht 35 Anträgen pro Tag – und mehr als 518.000 Euro ausbezahlt, teilt das Land Salzburg auf SALZBURG24-Anfrage mit. Spitzenreiter der reparierten Geräte sind Smartphones, gefolgt von Kaffeemaschinen, Computer, Laptops und Tablets.

 

Budget für Reparaturbonus zwei Mal erhöht

„Aufgrund der hohen Nachfrage habe ich das Budget dafür bereits zweimal erhöht. Diese erfolgreiche Förder-Aktion zeigt einmal mehr auf, dass finanzielle Unterstützungen ein wichtiger Anreiz sind zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn gegenüber S24. Der Erfolg der Aktion ist auch den zahlreichen Salzburger Firmen zuzuschreiben, die hier mitmachen. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der heimischen Betriebe, die im Reparaturführer gelistet sind, nämlich stark angestiegen. Während es zu Beginn noch 130 waren, sind es heute bereits über 200.

Corona verdoppelt die Arbeit

Einer davon ist der IT-Spezialist Albi in der Ignaz-Harrer-Straße in der Landeshauptstadt. „Wir merken extrem, dass die Leute immer mehr ihre Geräte reparieren wollen. Richtig angezogen ist die Nachfrage mit Beginn von Corona im März. Seither haben wir doppelt so viel zu tun als vorher“, erzählt Branko, der bereits seit 20 Jahren bei Albi arbeitet, im S24-Gespräch.

Mit dem Lockdown und dem Homeoffice hätten viele Salzburgerinnen und Salzburger wieder auf ihre Altgeräte zu Hause zurückgegriffen. Um sie arbeitsfit zu machen, wurden sie zur Reparatur gebracht. „Wir nehmen das Gerät zuerst genau unter die Lupe, um eine Diagnose stellen und dem Kunden eine Kostenschätzung geben zu können.“ Danach nehme die Beratung einen großen Teil des Service ein, denn „wenn ich dem Kunden sage, die Reparatur kostet beispielsweise 200 Euro, kann er oft nicht viel damit anfangen.“ Die Erfahrung zeige aber, dass es sich in den meisten Fällen eindeutig auszahle, Laptops und Computer zu reparieren, so der IT-Spezialist. Denn oft sei es nur eine Kleinigkeit, eine kaputte Komponente, die schnell ausgetauscht ist. „Daher sind auch 95 Prozent der Reparaturen noch am gleichen Tag fertig.“

Und so funktioniert der Reparaturbonus

  • Die Reparatur des Elektrogeräts muss von einem auf www.reparaturfuehrer.at gelisteten Salzburger Betrieb durchgeführt werden. Derzeit sind dort mehr als 200 Firmen für das Bundesland Salzburg angeführt.
  • Auf www.salzburg.gv.at/reparaturbonus kann man für die Förderung beantragen. Dort findet ihr auch Informationen zur Aktion und den direkten Link zum Ansuchen. Das funktioniert auch mit einem Mobilgerät – Daten eingeben, Rechnung fotografieren, absenden.
  • 50 Prozent der Bruttokosten, maximal jedoch 100 Euro pro Haushalt (im Bundesland Salzburg) und Kalenderjahr bekommt ihr vom Land Salzburg zurück. Die Mindestrechnungssumme sind 40 Euro.
  • Der Nachweis der Zahlung über die Wiederinstandsetzung ist in Form einer Rechnung (inklusive Zahlungsnachweis) oder eines Beleges aus der Registrierkasse zu erbringen.
  • Die Geräteliste reicht vom Backofen über Herde, Fernseher, über Foto-, Videokamera, Geschirrspüler, Toaster und Waschmaschine bis hin zu Handys und Laptops.
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 09.03.2021 um 05:59 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/reparaturbonus-salzburger-foerder-aktion-boomt-96820600

Kommentare

Mehr zum Thema