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Saalachspitz

Suchaktion auf Salzach abgebrochen

Keine Vermisstenmeldung bei Polizei eingegangen

Rund 90 Einsatzkräfte wurden Freitagnachmittag alarmiert, weil gegen 15 Uhr offenbar eine in der Salzach treibende Person auf Höhe des Saalachspitzes gesichtet wurde. Nach rund eineinhalb Stunden wurde der Einsatz abgebrochen: Es gibt keine Vermisstenanzeige und der Fluss führt sehr viel Wasser, was den Sucheinsatz nicht ungefährlich für die Retter macht, führte ein Sprecher der Wasserrettung gegenüber SALZBURG24 an.

Salzburg, Oberndorf bei Salzburg

Polizei, Feuerwehr und Wasserrettung rückten am Nachmittag aus. Die Suche wurde zwischenzeitlich bis nach Oberndorf (Flachgau) ausgedehnt, wurde aber gegen 16.30 Uhr wieder abgebrochen. Es sei laut Polizei unklar, ob tatsächlich ein Mensch in der Salzach gesichtet worden war, zumal derzeit viel Schwemmgut flussabwärts treibt.

Großeinsatz auf der Salzach

Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatte eine Frau glaubhaft gemeldet, in der Salzach einen Kopf gesehen zu haben. "Eine Vermisstenmeldung ist aber bisher noch nicht eingegangen."

Vermisstensuche Saalachspitz FMT-Pictures/MW
Helfer suchen nach einer in der Salzach treibenden Person.

Im Einsatz stand auch ein Polizeihubschrauber, um die Suche aus der Luft zu unterstützen.

Suche nach Vermissten abgebrochen

"Wir haben nach der Alarmierung sofort begonnen, die beiden Ufer mit Booten abzusuchen", sagte Einsatzleiter Dieter Strohmeier von der Wasserrettung zur APA. Er räumte aber ein, dass es wegen der hohen Fließgeschwindigkeit sehr unwahrscheinlich sei, eine im Wasser treibende Person zu finden. Die Suche wurde darum nach gut eineinhalb Stunden beendet.

Im Einsatz standen rund 25 Einsatzkräfte der Wasserrettung Salzburg Stadt, Wallersee und Grabensee mit fünf Fahrzeugen und drei Booten. Zudem rückte die Salzburger Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehr sowie die Polizei samt Hubschrauber "Libelle" zum Sucheinsatz aus.

Gefährlicher Einsatz für Rettungskräfte

Nach den starken Unwettern in der Nacht auf Freitag in den Salzburger Bergen führt der Fluss viel Wasser.

Die Salzach hat zwar in der Stadt Salzburg gegen Mittag bereits ihren höchsten Pegel erreicht und der Wasserstand ist seither wieder gesunken – das trübe und schlammige Wasser erschwerte die Suche aber ungemein. Demnach sei der Einsatz per Boot für die Helfer auch wegen des Treibguts nicht ungefährlich gewesen.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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