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Zusatzzahlungen für Mitarbeiter im Covid-Spital

"Sind uns hoher Belastung bewusst"

Covid-Intensivstation.jpg SALK
Für die Mitarbeiter im Salzburger Covid-Haus gibt es seit April ein transparentes Zulagensystem.

Aufgrund der außerordentlichen Herausforderung durch das Coronavirus haben die Salzburg Landeskliniken (SALK) ein Zulagenmodel zur finanziellen Abgeltung der Arbeit von medizinischem Personal und Pflegekräften im Covid-Haus umgesetzt.

Für medizinisches Personal im Covid-Bereich (rund 70 Personen) wurden auf Wunsch der Ärztinnen und Ärzte Schichtmodelle mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 48 Stunden eingeführt. Trotz großer Arbeitsbelastungen zeigen die Rückmeldungen eine hohe Zufriedenheit der medizinischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, heißt es in einer Aussendung am Dienstag. Die Gründe dafür: Freiwilligkeit der Arbeit im Covid-Bereich, spezielle Schulungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und großes wissenschaftliches Interesse.

Das SALK-Zulagenmodell im Detail

Über ein abgestuftes Zulagenmodell, das seit 1. April gilt, werden Tag- und Nachschichten gesondert abgegolten. Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung erhalten pro Zwölf-Stunden-Tagschicht 60 Euro brutto und pro Zwölf-Stunden-Nachtschicht 100 Euro zusätzlich. Für Fachärztinnen und -ärzte sind es 80 bzw. 120 Euro brutto, Oberärztinnen und -ärzte erhalten 100 bzw. 140 Euro brutto pro Schicht. Über drei Monate gerechnet werden inklusive Dienstgeberbeiträge je nach Belegung im Covid-Bereich maximal rund 385.000 Euro zusätzlich für das medizinische Personal bezahlt.

Eigenes Modell für Pflegekräfte im Covid-Bereich

Für Pflegekräfte im Covid-Bereich (rund 200 Personen) wurde ebenfalls mit Anfang April ein Zulagensystem eingeführt. Diplomierte Kräfte erhalten angelehnt an ein Zulagensystem 400 Euro im Monat, für die Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz gibt es 200 Euro im Monat. Die Differenz ergebe sich daraus, dass im Covid-Bereich die sachliche und fachliche Verantwortung und Führung wesentlich stärker als auf den Normalstationen bei den diplomierten Kräften liege. Diese Zulagen sind aufgrund der Vorgaben der Bundesregierung bis zu 3.000 Euro pro Person steuerfrei.

SALK: 520.000 Euro extra für Covid-Pflege

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Intensivstationen gibt es zudem eine gesetzliche Zulage, die in etwa der Höhe der Bonuszahlung (rund 400 Euro im Monat) entspricht. Insgesamt werden für die Covid-Pflege über einen Zeitraum von drei Monaten inklusive Dienstgeberbeiträgen knapp 520.000 Euro extra aufgewendet.

"Sind uns der hohen Belastung bewusst"

"Als Dienstgeber sind wir uns der hohen Belastung bewusst, der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Covid-Bereich ausgesetzt sind. Vor allem aber sehen wir den großen Einsatz des medizinischen Personals und der Pflegekräfte, den wir auf einer fairen Basis finanziell abgelten", so SALK-Geschäftsführer Paul Sungler in einer Aussendung. Auch die übrigen Gesundheits- und Administrationsberufe erhalten nach Absprache mit dem Betriebsrat abgestufte Zulagen.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 09.03.2021 um 10:32 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/salk-zusatzzahlungen-fuer-mitarbeiter-im-covid-spital-87166825

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