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Verbleib in Salzburg

Bifie wird Ministerium unterstellt

Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) erhält ab 1. Juli 2020 einen neuen Namen und wird von einer eigenständigen Einrichtung zu einer nachgeordneten Dienststelle des Bildungsministeriums. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, mit dem ein "Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Bildungswesen" (IQS) geschaffen wird.

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Das 2008 als juristische Person des öffentlichen Rechts eingerichtete Bifie führt unter anderem internationale Studien wie PISA sowie nationale Erhebungen wie die Bildungsstandards durch und erstellt die nationalen Bildungsberichte. Früher war es auch für die Erstellung und Organisation der Zentralmatura zuständig - diese Agenden wurden bereits 2017 ins Bildungsministerium überführt.

IQS bleibt in Salzburg

Wie das Bifie wird auch das IQS in Salzburg beheimatet sein. Es soll laut den Erläuterungen zum Gesetz als "Datenerhebungs- und Dienstleistungseinrichtung fungieren, welche der Dienst- und Fachaufsicht des Ressorts unterstellt ist". Die Struktur soll gegenüber jener des Bifie schlanker sein, die Aufgabenplanung "im Rahmen der Budgetfestlegung des Ressorts erfolgen".

Erhebung der Daten einfacher

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) betonte, dass die Erhebungen des neuen Instituts wie bisher nach wissenschaftlich unabhängigen Kriterien erfolgen würden. "Die Ergebnisse werden weder geschönt noch verzerrt, die Wahrheit muss immer erträglich sein." Die wissenschaftliche Unabhängigkeit werde im Gesetz festgeschrieben und zudem - wie schon bisher - von einem wissenschaftlichen Beirat überwacht. Bestellt wird dieser Beirat vom Minister selbst, wie er auf Nachfrage sagte.

Als großen Vorteil der Eingliederung ins Ministerium nannte Faßmann, dass Erhebung und Nutzung der Daten damit systemimmanent werden. Dadurch seien die Testdaten für die Schulen und Lehrer schneller verfügbar. Bisher sei der Datenschutz eine große Hürde bei der Datenweitergabe gewesen, was bei der Verwendung innerhalb des Bildungssystems wegfalle.

Leistungen der Schüler besser sichtbar

Auch Bifie-Direktorin Angela Weilguny legte Wert auf die Feststellung, dass sich an der inhaltlichen Arbeit ihrer Einrichtung nicht viel ändern werde. Allerdings seien zurzeit neue Testformate in der Entwicklung, die auch den Zugriff auf Mikrodaten erleichtern. Damit solle es möglich werden, die Ergebnisse der Tests auf einzelne Schulklassen und sogar Schüler herunterzubrechen. "Die Lehrer erfahren sehr viel mehr als heute; etwa, wo einzelne Schüler zusätzlichen Förderbedarf haben, aber genau so, wenn Schüler hochbegabt sind und in diese Richtung gefördert werden sollten."

(APA)

(Quelle: APA)

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