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Vorwurf Vergewaltigung

Mann in Salzburg freigesprochen

Landesgericht Salzburg APA/Barbara Gindl
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe der Vergewaltigung.

Ein 20-Jähriger ist am Montag wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften in Salzburg vor Gericht gestanden. Er soll laut Anklage in der Nacht auf den 24 . März in einem Lokal im Bezirk Zell am See K.O.-Tropfen in das Getränk einer Skilehrerin gemischt und die willenlose Frau zur Duldung des Beischlafes genötigt haben. Er wurde im Zweifel freigesprochen.

Der Kosovare, der sich in Untersuchungshaft befindet, bestritt den Vorwurf der Vergewaltigung. Der 20-Jährige wurde am Montagnachmittag im Zweifel freigesprochen. Wegen unerlaubten Umgangs mit Drogen, den er auch zugegeben hatte, wurde er allerdings zu 15 Monaten Haft verurteilt, davon fünf Monate unbedingt. Der Rest wird zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Der Sexualverkehr mit der Frau aus Hongkong sei einvernehmlich gewesen, beteuerte er beim Prozess. Er habe sie weder dazu gezwungen noch habe er irgendwelche bewusstseinsbeeinträchtigende Substanzen in ihr Getränk gegeben. Die Skilehrerin sei wie er selbst alkoholisiert gewesen. In der Bar habe sie Gäste und auch ihn nach Drogen gefragt. "Sie hat verstärkt meine Nähe gesucht. Wir haben dann zu schmusen begonnen."

Koks und "heftigen Sex"

Wenig später seien sie zu einem nahegelegenen Parkplatz gefahren, hätten dort im Wagen Kokain konsumiert, und nach "heftigem Sex", an dem die Frau aktiv mitgewirkt habe, "nahmen wir noch einmal Koks", schilderte der Angeklagte. Sie habe ihm auch erzählt, dass sie einen Freund habe. Danach habe er sie wieder zu dem Lokal gefahren. Nach neuerlichem Küssen hätten sie sich getrennt, sagte der Beschuldigte. Zu dem Drogendelikt zeigte er sich geständig.

Salzburg: Frau zeigt Vergewaltigung an

Das mutmaßliche Opfer erstattete am nächsten Tag Anzeige bei der Polizei. Die Frau sagte aus, dass sie sich an den Geschlechtsverkehr nicht erinnern könne, eine Freundin habe ihr davon erzählt. Im Krankenhaus wurde eine leichte Verletzung im Intimbereich festgestellt. Die gebürtige Australierin ist heute nicht zum Prozess am Landesgericht Salzburg gekommen. Die vorsitzende Richterin des Schöffensenats, Nicole Haberacker, erläuterte, dass die Frau einer kontradiktorischen Einvernahme nicht zugestimmt und in einem Schreiben an das Gericht erklärt habe, sie sei von dem Vorfall traumatisiert worden und wolle damit nichts mehr zu tun haben.

Verteidiger: "Anklage völlig haltlos"

Die Anklage sei "völlig haltlos", sie beruhe nur auf Vermutungen, sagte Verteidiger Hans Peter Bauer. "Es ist auch mehr als ungewöhnlich, dass die Staatsanwaltschaft keine Zeugen angeführt hat."

(Quelle: APA)

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