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Bislang 95.583 Dosen verimpft

Salzburg für mehr Corona-Impfungen bereit

Bis zu 50.000 mal pro Woche soll gespritzt werden

„Die Immunisierung der Bevölkerung gegen das Coronavirus wird konsequent und nach Plan weiter verfolgt. Wir sind zudem bereit für größere Impfstoff-Lieferungen und könnten pro Woche bis zu 50.000 Menschen immunisieren, sowohl in den Impfpraxen und den Impfstraßen als auch in Betrieben“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) bei der heutigen Pressekonferenz.

Landeshauptmann-Stellvertreter Stöckl mit einem Überblick zur Corona-Impfung in Salzburg „Es geht voran, der Impfplan wird konsequent von uns verfolgt. Es wird alles verabreicht, was wir von den Produzenten bekommen, also dann von der Europäischen Union und vom Bund nach Bevölkerungsschlüssel an das Bundesland Salzburg zugeteilt wird“, versichert er.

Impfen Land Salzburg / Franz Neumayr
Infografik zur Corona-Impfung Corona Impfstoffe im Überblick Stand 31.03.2021.

Impfplan wird konsequent umgesetzt

„Derzeit stehen uns nach wie vor nur sehr begrenzte Mengen an Impfstoff zur Verfügung, mit dem, entsprechend dem Nationalen Impfplan, vorrangig die gefährdetste Gruppe der über 80-Jährigen geimpft wurde. Parallel dazu wurden und werden Menschen geschützt, die im Gesundheitsbereich arbeiten und oder viel Kontakt haben, wie schon die Rettungssanitäter oder auch in dieser Woche die Pädagoginnen und Pädagogen“, betont Stöckl. Der Schwerpunkt im April richtet sich auf alle über 65-Jährigen und weiterhin Risikopatienten. Der Gesundheitsreferent bedankt sich bei der großartigen Arbeit, die alle Beteiligten hier leisten, „denn die Logistik ist schwierig, alles muss Hand in Hand gehen.“

Impfen Land Salzburg / Franz Neumayr
Pressegespräch Land Salzburg Corona Covid Impfstrategie Im Bild v.l. Landeshauptmannstellvertreter Christian Stöckl, Victoria Achatz (Impfstoffdisponentin Land Salzburg), Robert Sollak (Impfkoordinator Land Salzburg)

Eckdaten zur Corona-Impfung (Stand 31. März, 9 Uhr)

  • 95.583 Dosen bisher in Salzburg verimpft
  • 63.579 Erstimpfungen
  • 32.004 Zweitimpfungen
  • 185.895 Personen bisher vorgemerkt
  • Im März wurden 52.005 Dosen verimpft
  • In der ersten April Hälfte werden 33.030 Dosen erwartet
  • Die Gruppe Priorität 1, also Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal von Alten-, Pflege- und Seniorenwohnheimen, Personal im Gesundheitsbereich (Krankenanstalten, niedergelassener Bereich), Personen im Alter von über 80 Jahren, wird mit Ende nächster Woche zumindest eine Teilimpfung haben
  • Es folgt die Gruppe Priorität 2, also Personen (unabhängig vom Alter) mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko, besonders, wenn institutionell betreut sowie in diesen Einrichtungen tätige Personen, Personal in der mobilen Pflege, Betreuung, Krankenpflege, Personen im Alter von 75-79 Jahren

Mammutaufgabe Koordination

„Die Geschwindigkeit bei der Durchimpfung ist immer noch stark von den tatsächlichen Liefermengen abhängig. Aber auch wenn nicht immer alles reibungslos funktioniert, es in kleinen Bereichen hakt, sind wir auf einem guten Weg, den Impfplan weiter einhalten zu können. Es ist gut, dass wir in solch komplexen Situationen an einem Strang ziehen und ich mich auf die Landessanitätsdirektion und unsere Impfkoordinatoren verlassen kann“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und er fügt hinzu: „Wir sind es der Bevölkerung schuldig, dass wir zuverlässig sind, Termine einhalten können und das gelingt uns zu einem sehr sehr großen Teil. Einzelfälle, wo es nicht so gut klappt, wird es immer wieder geben, aber die Mammutaufgabe wird im Großen und Ganzen hervorragend bewältigt.“

Bald vier Impfstoffe in Salzburg 

Impfkoordinator des Landes, Robert Sollak, erklärt, dass der bereits vierte Impfstoff in Salzburg voraussichtlich Ende April verfügbar sein wird. „Wir rechnen ab der zweiten Aprilhälfte mit den ersten Lieferungen von Johnson & Johnson nach Salzburg. Dann steht neben BioNTech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca auch ein viertes Vakzin bereit. Die Liefermengen von Johnson & Johnson sind aber noch sehr gering, der Vorteil ist aber, dass hier nur eine Impfung nötig sein wird“, so Sollak. Rund um die neuerlichen Diskussionen zu einem Impfstopp mit AstraZeneca wird die Entscheidung des Nationalen Impfgremiums abgewartet und danach der Impfplan, wenn notwendig, angepasst.

Daten und Fakten zur Impfstoff-Lagerung

Die vier aktuell zugelassenen Impfstoffe unterscheiden sich nicht nur in der Lagerung, sondern auch in den notwendigen Dosen für eine Voll-Immunisierung. „Alle haben ein sehr gutes Wirkungsprofil und es macht de facto wenig Unterschied, womit man sich impfen lässt“, so Robert Sollak. Das wichtigste im Überblick:

  • Haltbarkeit der Impfstoffe: BioNTec/Pfizer: Nach Auftauen 5 Tage Haltbarkeit bei Kühlschranktemperatur (2-8°C); Moderna: Nach Auftauen 4 Wochen Haltbarkeit bei Kühlschranktemperatur (2-8°C); AstraZeneca: Bei Kühlschranktemperatur (2-8° C) bis Ende Haltbarkeitsdatum; Johnson & Johnson: Nach Auftauen 3 Monate Haltbarkeit bei Kühlschranktemperatur (2-8°C)
  • Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist für einen vollen Schutz eine Impfung notwendig. Bei den drei anderen Impfstoffen sind zwei Impfungen nötig.
  • Abstand zwischen den Impfungen: BioNTec/Pfizer und Moderna 5 bis 6 Wochen, AstraZeneca 11-12 Wochen.
  • Bei den mRNA-Impfstoffen (BioNTec/Pfizer und Moderna) sind Impfreaktionen häufiger nach der zweiten Impfung, bei den Vector-Impfstoffen (AZ und J&J) eher nach der Erstimpfung zu erwarten.

Ü-80 Impfungen vor Abschluss

Zum aktuellen Impffortschritt zeigt sich Sollak optimistisch: „Wir werden nächste Woche mit den bisher vorgemerkten Personen über 80 Jahren und den der Hochrisikogruppen fertig. Das heißt, dass wir genau nach Plan, also mit dem Beginn des zweiten Quartals, mit der Phase 2 beginnen können. Hier sind dann vor allem Personen über 65 Jahren oder zum Beispiel enge Kontaktpersonen von Schwangeren an der Reihe.“

Bereits geimpfte Gruppen

Bisher wurden in Salzburg unter anderem Personal und Bewohner von Seniorenwohnhäusern, über 80-Jährige, Ärzte inklusive Zahnärzte und deren Mitarbeiter, Sanitäter sowie das Personal von Spitälern und Apotheken gegen Corona geimpft. Momentan werden Impfungen für Einrichtungen der Behindertenhilfe, die mobile Pflege, Pädagoginnen und Pädagogen, Tageseltern und Personal im niedergelassenen Gesundheitsbereich durchgeführt. Hochrisikogruppen und Risikogruppen beziehungsweise Personen mit Vorerkrankungen werden auch weiterhin vorrangig immunisiert.

Der Weg vom Produzenten in den Arm

Die Impf-Disponentin Victoria Achatz hat in der heutigen Pressekonferenz den Weg der Impfdosen vom jeweiligen Produzenten bis zum Patienten skizziert. „Das alles ist logistisch sehr aufwendig und braucht eine genaue und analytische und koordinierte Planung, damit die Impfdosen auch dort ankommen, wo sie benötigt werden und damit keine einzige durch zum Beispiel zu lange Lagerung unbrauchbar wird“, so Achatz und sie fügt hinzu: „Kein Tag der Woche bleibt dabei ungenutzt. Am Sonntag werden die Kapazitäten und der exakte Bedarf für die kommende Woche erhoben, von Montag bis Mittwoch wird von den Impfordinationen bestellt und gleichzeitig wird von Montag bis Samstag das ausgeliefert, was bereits in der Vorwoche zugeteilt wurde.“ Jede Impfpraxis oder Impfstraße wird mindestens ein Mal pro Woche beliefert.

Impfen Land Salzburg / Franz Neumayr
Infografik: Der Weg der Impfstoffe Stand

Logistikkette im Überblick

Insgesamt gibt es derzeit 285 Impfordinationen und sieben Impfstraßen, fünf davon permanent. Von Montag bis Samstag können 60 Standorte sowie mehrere Hausapotheken beliefert werden. Menge der Dosen sind abhängig von den Produzenten und der Zuteilung durch die EU beziehungsweise in weiterer Folge durch den Bund an das Land Salzburg. „Wir sind für mehr Impfstoff vorbereitet und könnten mit unserer Logistik pro Woche bis zu 50.000 Menschen immunisieren“, so Stöckl. Die Logistikkette im Überblick:

  • Bedarfserhebung durch das Vormerksystem
  • Zuteilung der tatsächlich gelieferten Dosen durch die Landessanitätsdirektion (285 Impfordination und aktive Impfstraßen)
  • Terminvereinbarung mit den Patienten durch Impfordination
  • Vormittag: Auftauen und Qualitätskontrolle des Impfstoffs
  • Nachmittag: Auslieferung zwischen 12 und 18 Uhr
  • Impfung laut vereinbarten Termin und Eintragung im e-Impfpass
  • Planung der Zweitimpfung
(Quelle: SALZBURG24)

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