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Entwicklungshilfe

Salzburg investiert 500.000 Euro in Syrien

Wasserprojekt nahe Damaskus finanziert

Wasserleitung Al Fijeh, Syrien AFP
Die Wasserleitungen in Al Fijeh wurden zerstört. (ARCHIVBILD)

Zu Jahresende befanden sich in Salzburg 1.475 Personen in der Grundversorgung. Die meisten werden vom Land betreut, 88 vom Bund. Mit Entwicklungszusammenarbeit will das Land Salzburg Fluchtursachen bekämpfen. In Syrien investiert man eine halbe Million Euro in die Wasserversorgung.

Die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit wurden im Vorjahr verdreifacht. Mit dem größten Projekt wurde die Wasserversorgung in der Stadt Al Fijeh mit rund 30.000 Einwohnern nordwestlich von Damaskus wiederhergestellt. Die Quellfassung, Pumpwerke und Wassertanks, die Rohrleitungen und Verteiler waren 2016 zerstört worden. Al Fijeh ist seitdem unbewohnbar und von der Regierung gesperrt. Die Einwohner wurden zu Binnenflüchtlingen oder zur Flucht ins Ausland gedrängt.

Trinkwasserprojekt Salzburg Land Salzburg/Franz Neumayr
Von links: Anton Holzer (Rotes Kreuz), LH Wilfried Haslauer (ÖVP), Sabine Kornberger-Scheuch (Rotes Kreuz), LR Andrea Klambauer (NEOS), Amelie Höring und Saleh Kaddura.

Salzburg baut Wasserversorgung in Syrien auf

Über Vermittlung des Roten Kreuzes in Zusammenarbeit mit dem Syrischen Roten Halbmond investierte das Land Salzburg eine halbe Million Euro. Die Bauarbeiten begannen im Herbst 2019, mit der Fertigstellung ist im Frühjahr zu rechnen. Dann werden auch die ehemaligen Bewohner von Al Fijeh zurückkehren und ein neues Leben in ihrer alten Heimat aufbauen können.

Entwicklungshilfebudget bleibt weiter hoch

„Fluchtursachen bekämpfen und die Lebenschancen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge ist ein zentrales Anliegen der Entwicklungshilfe des Landes“, erklärte Landesrätin Andrea Klambauer angesichts des Tags der Migranten und Flüchtlinge am kommenden Sonntag. „Das vorhandene Budget wird zu mehr als 85 Prozent für Hilfe vor Ort eingesetzt und der Rest für Bildungsstipendien sowie für Bildungsarbeit in Salzburg.“

2020 sind wiederum eine Million Euro im Landeshaushalt für Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen. Die Aufforderung zur Projekteinreichung läuft noch bis Ende Februar.

(Quelle: SALZBURG24)

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