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Neue Leitung für Anti-Atom-Kämpfer

Christa Wieland, Heinrich Schellhorn Land Salzburg/Johanna Jenner
Christa Wieland wird Obfrau des Vereins PLAGE der sich gegen Atomkraft einsetzt. Im Bild mit Heinrich Schellhorn (Grüne).

Seit Jahren ist Heinz Stockinger das Gesicht der "Plattform gegen Atomgefahren" (PLAGE) in Salzburg. Nun steht ein Generationenwechsel an. Ab Jahresende wird ihm Christa Wieland als Obfrau nachfolgen.

Die PLAGE und Umweltreferent Heinrich Schellhorn (Grüne) stimmten überein, dass trotz des „Nein“ zu Atomkraftwerken im eigenen Land noch viel Handlungsbedarf vorhanden ist. Denn Österreich importiert Strom in großen Mengen, der großteils aus Atom- und Kohlekraftwerken kommt.

Wieland: "Risiken kennen keine Staatsgrenzen"

Daher hat die Plattform bereits seit längerer Zeit ihren Namen um den Zusatz „für neue Energien“ ergänzt. Weitere Themen für die Plattform sind die öffentlichen Förderungen in Europa zur Stützung der ansonsten unwirtschaftlichen Atomenergie – zum Beispiel auf der Grundlage von EURATOM – und grenznahe Atomkraftwerke und Atommüllendlagerstätten. „Die Risiken der Atomenergie kennen keine Staatsgrenzen“, sagt Christa Wieland.

„Heute ist es kaum vorstellbar, dass in den 70er-Jahren neben dem Atomkraftwerk Zwentendorf insgesamt sieben Kernkraftwerke in Österreich geplant waren. Dass dies oder auch die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf verhindert wurden, ist dem Widerstand aus der Bevölkerung und dem Engagement von Anti-Atom-Initiativen wie der PLAGE zu verdanken“, betonte Schellhorn.

Wieland übernimmt PLAGE

Christa Wieland ist im Salzburger Bildungswerk für Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit zuständig. Im Februar dieses Jahres wurde sie zur stellvertretenden Obfrau der PLAGE gewählt. Mit Jahresende wird sie die bisherige ehrenamtliche Funktion von Heinz Stockinger übernehmen.  

Gegen Atomkraft in Salzburg kämpfen

Die Plattform gegen Atomgefahren wurde 1986 als „Plattform gegen die Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Wackersdorf” gegründet. Seit damals setzt sich die Nichtregierungsorganisation gegen die Gefahren aus ziviler und militärischer Atomenergienutzung sowie für eine atomkraftfreie Zukunft und eine Förderung erneuerbarer Energien ein. Neben öffentlichen Aktionen zum Thema ist die Wissensvermittlung durch Veranstaltungen, in Schulen und durch Publikationen ein wichtiger Aufgabenbereich. Die Plattform verfügt auch über eine große öffentlich zugängliche Biblio- und Mediathek zum Thema.

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