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Ausbau geplant

Straßen besser vor Lawinen schützen

Schnee Lawine Golling FMT-Pictures/MW
Zahlreiche Straßen mussten im Jänner gesperrt werden (Archivbild).

Die massiven Schneefälle zu Beginn dieses Jahres sind Anlass, dass das Land Salzburg noch einmal den Ausbau der Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser und Lawinen forciert. Fokus liegt dabei auf der Sicherung der Straßen, Schwerpunkte werden vor allem in Pinzgau gesetzt.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), Agrar-Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) und Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) präsentierten am Freitag dasJahresprogramm.

Die hohe Lawinengefahr im Jänner führte zu zahlreichen Straßensperren. Schnöll: „Über die Landesbaudirektion unterstützen wir deshalb die Maßnahmen für den Lawinenschutz sowohl finanziell als auch infrastrukturell. Ziel ist es, dass alle Gemeinden auf den Straßenwegen bestmöglich erreichbar bleiben.“

Die geplanten Maßnahmen im Detail.

Schwerpunkte im Lawinenschutz:

  • Lawinenschutzbauten beim Bruderhof bei Rauris und Zwölferkogel-Nordseite bei Saalbach (Pinzgau).
  • Errichtung von drei Sprengmasten und einer Wetterstation in Weißbach bei Lofer (Pinzgau) sowie einer Wetterstation bei Einöd in Kleinarl (Pongau).
  • Bau eines Ablenkdamms und eines Sprengmasts zwischen Lauskopf und Filzensattel sowie Verstärkung der Schutzbauten im Bereich der Gnadenalm (Obertauern) an der B99 Katschberg Straße (Pongau/Lungau).
  • Weiters wird die Errichtung von zwei Sprengmasten im Bereich der „Gadenstätt-Lawine“ zwischen Maishofen und Saalbach sowie einer Wetterstation in Muhr (Lungau) geprüft.

Weitere Vorhaben geplant

Weitere Pläne werden demnächst von der Landesbaudirektion geprüft. So ist beispielsweise auch die Gefahrenstelle Ostermais an der B166 Pass Gschütt Straße bei St. Martin am Tennengebirge (Pongau) in die Überlegungen miteinbezogen. Außerdem werden die Lawinenwarnkommissionen verstärkt geschult, vor allem im Hinblick auf ihre unterstützende Arbeit für die Landesstraßenverwaltung.

Größtes Projekt im Pinzgau

Das Hauptaugenmerk im Hochwasserschutz liegt heuer auf dem Projekt Zeller Becken. "Hier gehen die Arbeiten schneller als ursprünglich geplant voran“, erklärt Schwaiger. Es ist das zurzeit größte aktuell laufende Projekt im Land. Die Abflussbecken der Salzach wurden zu einem großen Teil bereits vergrößert. Das wird bei einem Hochwasser Schäden verringern. Schutzdämme und Pumpwerke im Vorland der Salzach sind zum Teil fertiggestellt. Geplanter Abschluss sämtlicher Maßnahmen ist im Frühjahr 2020.

Viele Bauten sind im Hinblick auf ein Hochwasser abgeschlossen, die gefährdeten Gewässerabschnitte – insgesamt 36 – sind bekannt.

Grafik Hochwasser Land Salzburg
(Quelle: SALZBURG24)

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